Einhausen (mic). Der Norden von Einhausen ist bereits versorgt, nun kommt der Bereich südlich der Weschnitz an die Reihe. Gemeint ist das High-Speed-Internet mittels Glasfaser. Der Ausbau im Süden der Giggelsgemeinde durch die Telekom soll im Herbst beginnen. Dazu hatte man am vergangenen Montagabend zu einem Infoabend in die Mehrzweckhalle eingeladen. Wer den Termin versäumt hat, hat aber in den beiden ersten Septemberwochen noch einmal Gelegenheit, sich zu informieren. Denn dann kommt das Telekom-Infomobil (montags bis samstags, ab 10 Uhr, auf dem Hallenbadvorplatz) nach Einhausen. Hier steht man mehrere Stunden lang den Fragen der Interessierten Rede und Antwort.
Gut besucht war der Infoabend in der Mehrzweckhalle. Das zeigt, dass das Interesse an schnellem Internet mit bis zu 1000 Mbit pro Sekunde groß ist. Streamen, große Datenmengen up- oder downloaden – einiges sogar zeitgleich, all das geht mit der Glasfaser viel schneller als mit dem herkömmlichen Kupferdraht. Glasfaser ist die Zukunft, argumentiert auch die Telekom, die sich für den Bereich Einhausen-Süd viele neue Anschlusskunden erhofft.
Der Ausbau soll ab Ende September oder Anfang Oktober erfolgen. Anfangen wird man im Osten, denn von dort kommt die Hauptleitung vom Verteiler in Lorsch. Das erklärte Simone Remdisch den Zuhörerinnen und Zuhörern am Montagabend. „Wir sind immer öfter online und jedes Haus oder Wohnung wird smart“, erklärte Remdisch. Immer mehr Geräte seien inzwischen ans Internet angeschlossen, vom Fernseher über den Kühlschrank, den Thermostat der Heizung bis zum Lichtschalter.
Der Bereich von Einhausen, der nun ans Glasfasernetz angeschlossen wird, betrifft rund 2200 Haushalte oder 1300 Gebäude. Insgesamt müssen dafür rund 22 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Das bedeutet auch Bauarbeiten, Lärm und Schmutz. „Es wird aber so sein, dass eine Baustelle, die morgens beginnt, am Abend dann schon wieder verschlossen sein wird. Die Haushalte werden rechtzeitig darüber informiert“, ergänzte Remdisch. Außerdem will man so wenig Flurschaden wie nur möglich anrichten. So kommt beispielsweise in Vorgärten bis zur Hauswand eine sogenannte Erdrakete zum Einsatz, wie in einem Kurzfilm gezeigt wurde.
Gebaut werden auch mehrere Netzverteiler an markanten Stellen. Von dort geht es dann in die einzelnen Straßen. Remdisch rät den Interessenten: „Melden sie sich rechtzeitig an beziehungsweise bestellen ihren Glasfaseranschluss. Ist das Tiefbauteam erst einmal vorbei, kann es danach bis zu sechs Monate dauern, bis man dann berücksichtigt wird.“ Dabei wird aber schon beim Verlegen des Glasfaserkabels im Untergrund vorgesorgt, so dass der Anschluss von Kundinnen und Kunden im Nachhinein an das Hauptkabel wesentlich einfacher erfolgen kann. Jeder Kunde bekommt im Übrigen seine eigene dünne Glasfaser. So wird es dann auch egal sein, wie viele User später dann gleichzeitig im Netz unterwegs sind. Das gilt auch bei Mehrfamilienhäusern. Mieter müssen aber beachten, dass sie bei der Anmeldung den Hausbesitzer angeben müssen. Auch der muss sein Einverständnis geben.
Jedes Haus bekommt seine eigene Anschlussbox im Keller. Von dort bis zum Router sind 20 Meter Glasfaserkabel ebenfalls kostenfrei. Dort wird dann die kleine Glasfaserdose gesetzt. An diese muss man dann nur noch seinen Router anschließen. Allerdings muss der Router auch glasfasertauglich sein. Das kann ein Gerät der Telekom sein oder auch eine Fritzbox. Bei Mehrfamilienhäusern wird jede Wohnung einzeln angeschlossen – meist mit einer Leitung vom Keller durch den Hausflur.
Nicht kostenfrei ist allerdings die Nutzung des schnellen Internets selbst. Wie Remdisch erklärte, gibt es vier Varianten von rund 46 bis 71 Euro im Monat – abhängig von der Geschwindigkeit. Im übrigen erfolg die Freigabe in Einhausen gebietsweise. Sobald ein Teilbereich fertiggestellt ist, kann man dort schon mittels Glasfaser im Internet surfen.
