Für die Verleihung des Landesehrenbriefs standen viele DRK-Begleiter an der Seite des geehrten Michael Ackermann (2. von rechts): DRK-Vorsitzender Weiterstadt, Peter Meineker, Silke Ackermann und Erster Kreisbeigeordneter Lutz Köhler. Foto: Schreiber

Ausgezeichnet unter Freunden

Landesehrenbrief für Michael Ackermann vom DRK

Weiterstadt (sas). Die ehrenvolle Würdigung hatte ein erfrischendes Vorspiel: Als sich am frühen Freitagabend, dem 29. Mai, vor dem DRK-Zentrum „Storchennest“ eine schöne Gruppe Menschen für einen Sektempfang einfand, war der Geehrte selbst zwar schon eingeweiht, aber trotzdem hocherfreut über das zahlreiche Erscheinen der Gäste. Kein Wunder, denn an diesem Tag sollte Michael Ackermann für sein 50-jähriges Engagement im DRK der Landesehrenbrief verliehen werden.

Neben den vielen Mitstreitern wurden nach dem Open-Air-Entree vom Vorsitzenden des DRK Weiterstadt, Peter Meineker, drinnen im Haus auch offiziell einige Ehrengäste aus der Politik begrüßt, darunter der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler, Stadtverordnetenvorsteher Sebastian Sehlbach und der ehemalige Bürgermeister Peter Rohrbach. Der Erste Stadtrat Bernd Brunner, der stellvertretend für Bürgermeister Niklas Gehnich anwesend war, ließ in dessen Namen herzliche Glückwünsche ausrichten. Der Vorsitzende Meineker würdigte in seiner Rede den geehrten Michael Ackermann und umriss sein Schaffen mit vielen persönlichen Worten.

Einsatz mit Herzblut für das Rote Kreuz
50 Jahre Ehrenamt und Dienst im Deutschen Roten Kreuz – das sei „alles andere als selbstverständlich“, und dazu konnte Peter Meineker einige Stationen und Geschichten erzählen. Michael Ackermann, Jahrgang 1966, trat 1976 in das Jugend Rot Kreuz (JRK) Weiterstadt ein, wurde 1982 dort Jugendgruppenleiter und blieb in dieser Position – mit kurzer Unterbrechung als JRK-Leiter im Kreisverband – insgesamt 16 Jahre lang in Weiterstadt. 1998 wechselte er in den Vorstand des DRK Weiterstadt, fünf Jahre lang als zweiter und von 2003 an als Erster Vorsitzender.

Im Vorstand hatte sich Ackermann nicht nur für einen neuen Vereinsbus, das Weinfest, das große Benefizkonzert der Philharmonie Merck oder den Lebendigen Adventskalender eingesetzt, gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Ralf Rohrbach sorgte Ackermann auch für den Erwerb des „Storchennests“ als neues DRK-Zentrum in der Otto-Wels-Straße – mit „viel Herzblut und großem persönlichen Einsatz“, wie Meineker betonte. Auch die Entstehung der Kleiderkammer, die 2018 erst in Gräfenhausen stationiert war und 2025 vergrößert in Weiterstadt entstand, war ein Verdienst von Ackermann, dieses Projekt wurde wiederum von Bürgermeister Möller und seinem Team unterstützt.

Ohne das Verständnis der eigenen Familie lässt sich so viel Einsatz im Ehrenamt, wohlgemerkt stets am Feierabend, auch nicht realisieren. Peter Meineker dankte somit auch Ackermanns Ehefrau Silke ausdrücklich für die „Geduld und den Rückhalt“ mit einem Blumenstrauß. Der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler verlieh Michael Ackermann anschließend die Ehrennadel des Landes Hessen inklusive Urkunde. Von den 1000 bis 1500 hessischen Landesehrenbriefen im Jahr (ausgezeichnet von Ministerpräsident Boris Rhein) würden rund 30 bis 40 in diesem Landkreis vergeben, so Köhler, und bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz von Ackermann und generell dem Engagement der vielen Freiwilligen im Roten Kreuz. Auch er kenne Ackermann schon seit Jahrzehnten, nicht nur aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Danach verlieh der Vorsitzende des Kreisverbands Dr. Mathias Göbel dem Geehrten im Namen des DRK eine Ehrennadel in Gold sowie eine Auszeichnungsspange – welche aus praktischen Gründen gleich in der Hosentasche verschwanden – nebst einem guten Wein. Göbel sagte, „es ist eine Ehre, dich als Freund in meinem Leben zu haben“, und ihn schon „50 Jahre in deiner Familie DRK“ zu wissen.“ Einen Baumarkt-Gutschein gab es von der Ortsgruppe noch obenauf, „weil irgendwas (Gutes) immer gebaut werden will“.

Michael Ackermann selbst zeigte sich angesichts der vielen herzlichen Worte und Gesten sichtlich gerührt. Er betonte in seiner Rede, dass er, „der kleine Michael im Verein“, nur einer von vielen im DRK sei, einem Verein, „der viel im Stillen arbeitet“. Drei Wünsche äußerte er zuletzt noch an seine Mitstreiter: „Macht weiter so im Ehrenamt.“ An die Politiker: „Bitte mehr Entlastung und weniger Bürokratie.“ Und generell: „Dass auch in Zukunft ein hessischer Ministerpräsident aus der Mitte“ käme und „von keinem extremen politischen Rand“.

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