Angehörige des THW wurden im Rahmen einer Tagung vom RP über die Deichverteidigung an Rhein und Main geschult. Foto: RP

Schutz vor Hochwasser

Regierungspräsidium Darmstadt schult Angehörige des THW

Region (red). Bei einer Tagung des Landesverbands Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland des Technischen Hilfswerks (THW) am Wochenende in Mainz hat das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt rund 30 Fachberaterinnen und Fachberater über die Deichverteidigung bei Hochwasser an Rhein und Main geschult. Darüber berichtet das RP in einer Pressemeldung.

In Hessen ist das RP Darmstadt für die Anordnung des Beginns der Überwachung der Deiche gegenüber den Kommunen zuständig. Einer der Schwerpunkte der Tagung war deshalb der organisatorische Ablauf bei einem Hochwasser vom Anfang der Alarmierung bis zum Ausrufen des Katastrophenfalls. Dabei kann die Landesbehörde notfalls von den Gemeinden und Städten verlangen, Straßen zu sperren und bestimmte Bereiche zu evakuieren. „Das Ganze geschieht jedoch stets kooperativ zwischen dem RP und den betroffenen Anliegerkommunen an Rhein und Main“, heißt es in der Meldung. Die Behörde schult die lokalen Wasser- und Feuerwehren regelmäßig und schaut sich die Ausrüstung vor Ort an. „Solche Einsatzlagen können sich unter Umständen mehrere Wochen hinziehen“, so Holger Densky, der das Dezernat „Staatlicher Wasserbau“ beim RP leitet. Entscheidend sei, dass Schäden an den Deichen rechtzeitig erkannt werden und dann sofort geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Im Hochwasserfall liegt die Einsatzleitung bei ihm, einschließlich der Anordnung von Evakuierungen.

Abschließend gab es eine gemeinsame Exkursion zum Hochwassersperrtor in Ginsheim, das als größtes Sonderbauwerk am Rhein das flache Hinterland vor einem Rheinhochwasser schützt. Die Ingenieure Julian Podzuweit und Jakob Fechter vom RP führten die Funktionsweise, die digitale Steuerung und die Wartung des Sperrtors vor.

Weitere Infos: rp-darmstadt.hessen.de

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