Voller Freude über die Wiedereröffnung der Weiterstädter Feuerwehr am Stammsitz in der Rudolf-Diesel-Straße (von links): Jasper Martus, René Ruth (1. Vorsitzender des Feuerwehrvereins), Wehrführer Christian Weber und Jugendfeuerwehrwart Sebastian Schmidt. Fotos (3): Schreiber

Wieder im Stammhaus angekommen

Tag der Feuerwehr in Weiterstadt feiert auch das fertig sanierte Gerätehaus

Weiterstadt (sas). Das Wetter war durchwachsen, die Stimmung war es nicht: Am 20. September feierte die Feuerwehr in Weiterstadt wieder ihren Tag der Feuerwehr – und dieses Mal endlich wieder in der Rudolf-Diesel-Straße 17, der Adresse ihres angestammten Gerätehauses, das zuvor jahrelang eine Baustelle gewesen war. Diese Gelegenheit ließen sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht nehmen und strömten zum Feuerwehrfest, das ab 10 Uhr mit vielen Attraktionen aufwartete.

An der Hüpfburg und den Mitmach-Stationen konnten die Kleinsten schon Feuerwehr-Luft schnuppern und auch die Erwachsenen hatten Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen. Bei der Fahrzeugausstellung konnte man Technik und deren Einsatzmöglichkeiten aus nächster Nähe sehen und bei Rundgängen über das Gelände und durch das Feuerwehrgerätehaus gab es die Gelegenheit, die „neuen“ Räumlichkeiten kennenzulernen.

Für fünf Jahre musste die Feuerwehr der Stadt Weiterstadt wegen einer Kernsanierung auf den Marktplatz und einmal ans Braunshardter Tännchen ausweichen – dieses Jahr konnte nun endlich wieder das Feuerwehrgerätehaus für den Tag der Feuerwehr genutzt werden. Wie Wehrführer Christian Weber betont, war die Resonanz auch an diesen Plätzen groß, „wir sind doch sehr froh, dass wir wieder hier sind, quasi Zuhause, das ist logistisch viel einfacher.“ Man freue sich über die Wiedereröffnung, sagt Weber, „aktuell muss noch der alte neue Anbau fertiggestellt werden, der ist allerdings baulich schon weit vorangeschritten. Viele Bereiche sind schon bezugsfertig, die Küche noch nicht, der Unterrichtsraum ebenfalls nicht, da sind noch End­arbeiten zu tätigen.“

Höhepunkte des Feuerwehrtags waren eine Fahrzeugübergabe von zwei neuen Einsatzfahrzeugen aus Landesmitteln und die traditionelle Fahrradversteigerung durch Bürgermeister Niklas Gehnich. In diesem feierlichen Rahmen überreichte die Hessische Sozialministerin Heike Hofmann einen Bescheid über 1000 Euro aus Lottomitteln an den Verein Freiwillige Feuerwehr Weiterstadt. Anlass dafür war auch das zehnjährige Bestehen der Kinderfeuerwehr Weiterstadt, das Geld dient der Unterstützung der Jugendarbeit des Vereins.

„Kinder und Jugendliche lernen sehr früh, was es bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein – sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, im Team zusammenzuarbeiten, aufeinander zu achten und anderen zu helfen. Genau solche Erfahrungen sind für junge Menschen unglaublich wertvoll“, sagte die Ministerin im Rahmen der Bescheidübergabe. „Mit dieser Unterstützung möchten wir ganz bewusst ein Zeichen der Wertschätzung für diese wichtige Nachwuchsarbeit setzen.“

Die Hüpfburg musste wegen des Regens schließlich abgebaut werden, doch bis zum Ende des Feuerwehrtags ließen sich kleine wie große Gäste nicht von einem Highlight eines jeden Feuerwehrtags abhalten: Die Mitfahrt in einem Feuerwehrauto war bis zuletzt heiß umkämpft und wurde mit zwei Fahrzeugen bewältigt. Vielleicht bleibt ja aus der frühen Begeisterung auch ein Engagement in der Zukunft – die Feuerwehr hofft weiterhin auf neue Mitglieder, damit auch in Zukunft zuverlässig für den Brandschutz vor Ort gesorgt werden kann.

Normalerweise sind hier neun Einsatzfahrzeuge untergebracht, am Tag der Feuerwehr bot das neue Feuerwehrgerätehaus viel Raum für die Besuchenden, die drinnen bei Speis und Trank trocken sitzen konnten.

 

Alte und neue Einsatzfahrzeuge am alten, neu gemachten Sitz der Feuerwehr der Stadt Weiterstadt in der Rudolf-Diesel-Straße 17. Nach rund fünf Jahren sind die Einsatzabteilungen samt Fahrzeugen wieder hier untergebracht und nur die Küche und der Unterrichtsraum müssen noch fertiggestellt werden.
Nächster Beitrag
„Diese Liebe zu etwas ganz Großem machen“
Vorheriger Beitrag
Kindeswohl vor sportlichen Erfolgen