Stockstadt (nic). Die Entscheidung ist gefallen: In der Stichwahl um den Chefsessel im Stockstädter Rathaus hat sich am Sonntag Maike Hebermehl (SPD) gegen den unabhängigen Luigi Urzo durchgesetzt. Hebermehl erhielt insgesamt 1339 Stimmen (53,07 Prozent), während Urzo bei einem Ergebnis von 1184 Stimmen (46,93 Prozent) landete.
Insgesamt gaben 2552 von 4668 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 54,67 Prozent entsprach. Die Beteiligung war somit leicht niedriger als noch im ersten Durchgang, in dem 2663 von 4661 Bürgerinnen und Bürger bzw. 57,13 Prozent abstimmten.
Nach dem ersten Wahldurchgang am 6. September hatte Urzo mit 1009 Kreuzchen bei seinem Namen noch mehr Stimmen als Hebermehl (873) sammeln können. CDU-Kandidatin Ute Schumann holte hierbei zudem 762 Stimmen, was einem Anteil von 28,82 Prozent entsprach, womit sie aber den Einzug in die Stichwahl verpasste.
Den Rückstand von 163 Stimmen aus dem ersten Durchgang holte Hebermehl bei der Abstimmung am Sonntag auf und legte letztlich sogar deutlich zu, sodass sie am Ende die Wahl mit einem Vorsprung von 155 Stimmen gewann und nun ab Januar zur ersten Bürgermeisterin der Altrheingemeinde wird. Während Hebermehl im ersten Wahldurchgang nur einen der drei Wahlbezirke gewinnen konnte, hatte Urzo in zwei von drei die Nase vorne. Diesmal lag die SPDlerin jedoch in allen drei Bezirken vor ihrem Kontrahenten. Während im Wahlbezirk „Altrheinhalle/Kulturraum“ das Pendel mit 51 zu 49 Prozent nur knapp zugunsten von Hebermehl ausschlug, war es im Bezirk „evangelisches Gemeindehaus“ mit 56,09 zu 43,81 Prozent schon etwas deutlicher. Bei den Briefwahlstimmen gewann die SPD-Kandidatin zudem mit 52,65 zu 47,35 Prozent.
Von diesem Ergebnis zeigte sich die künftige Rathauschefin selbst überrascht: „Ich bin unglaublich dankbar für das Ergebnis vom Sonntag. Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, alle Wahlbezirke zu gewinnen. Ich bin immer noch überwältigt von dem Vertrauen, das mir die Gemeinde entgegenbringt“, schilderte Hebermehl auf Anfrage der Redaktion. Der Wahlkampf habe ihr noch einmal ganz neu gezeigt, wie viel Potenzial im kleinen Stockstadt stecke und wie viel Liebe die Bürgerinnen und Bürger für ihren Ort haben. „Als Bürgermeisterin möchte ich genau diese Liebe zu etwas ganz Großem machen – zu einem Stockstadt, das für jeden ein Zuhause ist“, kündigt sie an.
Als nächstes stehen für Hebermehl nun die Vorbereitungen auf ihren Amtsantritt am 4. Januar an. Nach dem Ausklang des Wahlabends in der Alten Hofreite, habe Sie sich mit ihrem Mann am Montag zunächst eine kleine Auszeit gegönnt, bevor es abends direkt weiter in den Arbeitsausschuss gegangen sei.
Am Mittwoch habe sie dann zum ersten Mal bei Bürgermeister Thomas Raschel hospitiert. „Bis zu meinem Amtsantritt ist es mir wichtig, mich in alle Bereiche einzuarbeiten, weiter zu hospitieren und mit möglichst allen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus gesprochen zu haben“, so Hebermehl, die sich, getreu ihrem Wahlkampfmotto, an alle Stockstädterinnen und Stockstädter wendet und verspricht: „Danke für euer Vertrauen – und jetzt kommt Bewegung rein!“
