Bensheim (mic). Welche Bedeutung Sprachförderung in Kindertagesstätten für den Bildungserfolg von Kindern hat und welche Herausforderungen sowie Bedarfe sich in der täglichen Praxis zeigen, stand am vergangenen Freitag im Mittelpunkt eines Besuchs von Heike Hofmann.
Die hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales war an diesem Vormittag in die städtische Sprach-Kita am Berliner Ring in Bensheim gekommen. Hofmann, die vor einigen Monaten schon einmal in Bensheim zu Gast war, hatte versprochen wiederzukommen und der Kita einen Besuch abzustatten.

Am Beispiel dieser städtischen Kita wurde der Ministerin gezeigt, wie alltagsintegrierte Sprachförderung gelingt, welche Ressourcen hierfür notwendig sind und warum eine nachhaltige Unterstützung dieses wichtigen Bildungsauftrags auch künftig unverzichtbar ist. Im Austausch mit den pädagogischen Fachkräften informierte sich die Ministerin über die praktische Umsetzung und aktuelle Entwicklungen vor Ort. Dazu waren auch zahlreiche Kitaleiterinnen gekommen, mit denen die Ministerin ins Gespräch kommen konnte. Eine Gruppe Kinder hieß die Ministerin mit einem kleinen Lied willkommen.
In ihrer Begrüßung sagte Bürgermeisterin Christine Klein, dass viele Kinder, die in die Kitas kommen, immer weniger sprechen würden. Das betreffe nicht nur diejenigen Kinder von Eltern mit Migrationshintergrund, sondern das zeigt sich durch alle Gesellschaftsschichten. „Wir sind hier in Bensheim was die Sprachkitas angeht, sehr gut aufgestellt“, sagte Klein. Von der Kitaleitung erfuhr die Ministerin, dass Kindertagesstätten nicht nur ausreichend finanzielle Mittel benötigen, sondern auch gut ausgebildetes Fachpersonal. Die Ministerin selbst erklärte, dass die Landesregierung die Wichtigkeit der Bildung in den Kitas sehe und dies durch entsprechende Gesetze auch unterstütze.
