Weiterstadt (red). Beherztes Zupacken und umsichtiges Handeln hätten es möglich gemacht: Trotz brütender Hitze bei 34 Grad im Schatten wurde das ökumenische Gemeindefest in Weiterstadt kürzlich ein Erfolg, teilt Pfarrer Dr. Peter Eckstein von der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer mit, und berichtet über das Fest. „Das Organisationsteam um Stefan Caspari und Christoph Haase hatte noch am Samstagabend vier größere Zeltplanen in einem nahe gelegenen Baumarkt besorgt. Dieser Sonnenschutz sollte sich tags darauf als unverzichtbar erweisen.“
Das Fest begann mit einem ökumenischen Gottesdienst. „Das Kimi-Fa-Team (Kirche mit Familien) spürte dem Empfinden nach, das die zwölf Apostel wohl beschlichen hatte, als Jesus sie erstmals zu zweit aussandte.“ Unterwegs sein ändert die Perspektive, und so wurden die Mitfeiernden aufgefordert, ihre Plätze in der Kirche zu wechseln, um eine neue Sicht zu gewinnen „und alle machten mit“, freut sich Pfarrer Eckstein. So entstanden beim Friedensgruß viele neue Begegnungen. Auch die Pfarrpersonen reihten sich ein, so dass sich der Blick im Altarraum schließlich allein auf die Jesus-Figur konzentrierte, die am Kreuz mit ausgestreckten Händen alle zu umarmen schien, „auch eine interessante Erfahrung“.
Anschließend war der Tisch gedeckt. Luiza Rico und Beate Englert sorgten für einen reibungslosen Ablauf in der Küche, in der inzwischen reichlich Salat- und Kuchenspenden eingetroffen waren. Viele Ehrenamtliche, darunter nicht wenige junge Leute aus den Reihen der Neugefirmten, der Pfadfinder und Messdiener – unter anderem auch aus Griesheim – halfen am Salatbuffet, der Essensausgabe, an der Kaffeetafel und am Getränkestand mit. „Nur für alkoholische Getränke wurden feste Preise genommen, alles andere lief auf Spendenbasis. Die Sammelboxen füllte am Ende ein Betrag von 1150 Euro“, teilt Pfarrer Eckstein weiter mit. Vor allem kühles Mineralwasser und alkoholfreies Bier flossen in Strömen.
Der geplante Spendenlauf und die Bewegungsaktion der Kindergartenkinder wurden wegen der Gluthitze abgesagt. Mit dem Taizégebet um 17 Uhr, vorbereitet von Christine und Matthias Wünsch, schloss das Fest mit geistlichen Impulsen ab.
