Nahmen am HR-Netzwerktreffen teil (von links): Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB), Maximilian Fischer, und Claudia Leißler, Simon Rosenlechner, Berater beim Verein Mitarbeiterunterstützungsprogramm Rhein-Neckar, Brigitte Stein-Kaucher und Marco Kreuzer von der WFB. Foto: WFB

Gesundheit im Arbeitsalltag

WFB veranstaltete HR-Netzwerktreffen in der Wirtschaftsregion Bergstraße

Kreis Bergstraße (red). „Resilienz ist längst kein weiches Thema mehr, sondern ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen. Gerade kleine und mittlere Betriebe stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeitenden gesund, leistungsfähig und motiviert zu halten“, erklärte Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB), bei der Eröffnung des 15. Human-Resources-Netzwerktreffens (HR) in der Wirtschaftsregion Bergstraße, das kürzlich in Mörlenbach stattfand.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Resilienz durch Führung – körperliche und mentale Gesundheit wirksam fördern“. Das HR-Netzwerk in der Wirtschaftsregion Bergstraße richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Personalverantwortliche. Die jüngste Veranstaltung nahm die Frage in den Blick, wie Unternehmen Resilienz im Arbeitsalltag wirksam stärken können – körperlich, etwa durch Arbeitsfähigkeit, Ergonomie und Prävention, ebenso wie mental durch ein gesundheitsförderndes und präventiv gestaltetes Arbeitsumfeld.

Den Auftakt machte Dr. Maximilian Fischer, Facharzt für Allgemein- und Arbeitsmedizin. Unter der Überschrift „Arbeitsfähigkeit messbar machen – der unterschätzte Hebel für Produktivität, Resilienz und unternehmerischen Erfolg“ erläuterte er, weshalb körperliche Leistungsfähigkeit in Organisationen systematisch betrachtet werden solle. Die eigentliche Herausforderung beginne oft lange vor der Krankschreibung – mit dem schleichenden Verlust von Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag.

Ein Praxisbeispiel aus der Region lieferte Claudia Leißler. Sie zeigte auf, wie Gesundheit, Arbeitsfähigkeit und Unternehmenskultur in einem Unternehmen zusammengedacht werden können. Vor dem Hintergrund körperlicher Belastungen, Schichtarbeit, Fachkräftemangel und einer alternden Belegschaft werde Arbeitsfähigkeit zu einem strategischen Thema. „Gesundheit entsteht nicht durch einzelne Aktionen, sondern durch eine Haltung im Unternehmen“, so Leißler.

Die mentale Gesundheit nahm anschließend Simon Rosenlechner, Berater beim Verein „Mitarbeiterunterstützungsprogramm Rhein-Neckar“ (MUP), in den Blick. In seinem Vortrag „Mentale Gesundheit: Wettbewerbsvorteil statt Risiko – Prävention wirksam in Organisationen verankern“ zeigte er auf, dass psychische Belastungen nicht allein als individuelles Thema verstanden werden sollten. Sie seien vielmehr auch Ausdruck von Strukturen, etwa unklaren Rollen, ständiger Erreichbarkeit, fehlenden Pausen oder unzureichendem Konfliktmanagement.

Das Schlusswort sprach Marco Kreuzer, Leiter des Unternehmens- und Gründungsservices der WFB. Er fasste zusammen, dass Resilienz in Unternehmen nicht allein durch einzelne Maßnahmen entstehe, sondern durch ein Zusammenspiel aus Führung, Prävention, Unternehmenskultur und konkreten Angeboten für die Mitarbeitenden.

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