Gernsheim (haza). Am Samstag, 9. Mai, fand deutschlandweit der Tag der Städtebauförderung unter dem Motto „Lebendige Orte, starke Gemeinschaften“ statt. In Gernsheim drehte sich an diesem Tag alles um den Neubau des Sportheims östlich der Sportanlage „Am Kaffeedamm“. Das alte Sportheim wurde 1972 erbaut, 1999 teilweise renoviert und musste schließlich komplett dem Neubau weichen.
Zahlreich waren die Interessenten gekommen, um an einem der von Architekt Knut-Henning Krieger vom Bauamt geführten Rundgänge teilzunehmen. Krieger erläuterte anhand von im Erdgeschoss aufgehängten Plänen das Innenleben des neuen Hauses, das von allen Sportvereinen des Stadt genutzt werden kann. Auf einen Keller habe man aufgrund des Hochwasserschutzes verzichtet. Das Obergeschoss wurde so angelegt, dass es im vorderen Bereich über das Erdgeschoss hinausragt und so einen überdachten Eingangsbereich ergibt. Auf der gegenüberliegenden Seite nutzte man den gegenteiligen Effekt für eine Terrasse sowie einen zweiten Eingangsbereich im Erdgeschoss, wo es insgesamt sechs nahezu gleich große Umkleidekabinen und zwei Duschräume mit WCs für die sportreibenden Mannschaften gibt. Den Gästen steht eine öffentliche WC-Anlage zur Verfügung, die auch am Fischerfestlauf und dem Fischerfest geöffnet sein wird. Auf Wunsch und in enger Abstimmung mit den Vereinen befindet sich auf der zur Tribüne ausgerichteten Seite ein Verkaufsraum mit angeschlossenem Kühl- und Lagerraum. Betrieben werden soll dieser Verkaufsbereich ausschließlich während der Sportveranstaltungen durch die Vereinsmitglieder.
Ins Obergeschoss gelangt man zum einen durch eine Treppe und zur Gewährleistung der Barrierefreiheit im ganzen Gebäude mit einem Aufzug. Dieser Bereich beherbergt die Räumlichkeiten für die Schiedsrichter, ein Büro sowie die Lagermöglichkeiten für Trikots und Sportgeräte. Weiterhin gibt es im Obergeschoss einen teilbaren multifunktionalen Raum mit einer Theke und Küche.
Bevor sich die Besucherinnen und Besucher auf die Rundgänge begaben, begrüßte Erster Stadtrat Michael Trock die Gäste. Trock betonte, dass der Neubau des Sportheims 4,6 Millionen kostete sowie dass weitere 1,7 Millionen für den Außenbereich aufgewendet werden müssen, wovon 66 Prozent aus Förderprogrammen übernommen werden, zusätzlich der zukünftigen Kosten für die Sanierung der Sportanlage in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Gernsheim habe durch das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ (WNE) rund 40 Maßnahmen verwirklichen können. Darunter die Neugestaltungen des Fischerbrunnens, des Verkehrsgartens, der Tunnelbeleuchtung Karlstraße oder zuletzt der Hafenspitze. Trock betonte auch, dass der Neubau des Sportheims in enger Abstimmung mit der Fischerfest GmbH stattgefunden habe, um so sicherzustellen, dass auf dem Außenareal die am Fischerfest beteiligten Stände auch geeignete Flächen bekommen. Zusätzlich zu den 52 Parkflächen für die Pkws wird es mehr als 20 Stellplätze für Fahrräder geben.
Neben den Führungen im Sportheim gab es ein Rahmenprogramm mit den Gernsheim Gladiators, der Eulengarde, einen Dribbelparcours, ein Minitorschießen mit der Concordia und ein Kinderprogramm mit dem Auszeitmobil. Für das leibliche Wohl wurde mit Pizza, Bratwurst im Brötchen, Flammkuchen, einem Coffee-Bike, Cocktails und mehr gesorgt.
