Von links: Landrat Engelhardt, Birgit Schollmeier, Gerd Schollmeier und Bürgermeister Karsten Krug. Foto: Burmeister

„Ein Meisterbeispiel“

Gerd Schollmeier mit Landesehrenbrief ausgezeichnet

Groß-Rohrheim (mic). Normalerweise findet die Überreichung eines Landesehrenbriefs immer in einem größeren, meist festlichen Rahmen statt. Doch am Dienstag war das anders und auch der Situation des Geehrten geschuldet. Dennoch kam Landrat Christian Engelhardt gerne zum Empfänger von Urkunde und Nadel in dessen Haus nach Groß-Rohrheim. In der Gemeinde kennt man ihn und sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement – und dies trotz seines Handy­caps. Die Rede ist von Gerd Schollmeier. Der Rohrheimer ist nach einem Unfall vor nunmehr über 30 Jahren mit einer Querschnittslähmung an den Rollstuhl gefesselt. Doch das hat ihn nie daran gehindert, ehrenamtlich mit ganz viel Engagement in den verschiedensten Bereichen zu wirken.

Und genau darauf wies auch Landrat Engelhardt in seiner Rede hin: „Sie sind eine Meisterbeispiel für den Träger des Landesehrenbriefs. Vielen Dank dafür“, sagte Engelhardt, und ergänzte: „Sie haben ihrem Leben durch das ehrenamtliche Wirken einen neuen Sinn gegeben.“ Zuvor hatte der Landrat Schollmeiers ehrenamtliche Stationen aufgezählt. So war er auch schon vor seinem Unfall in mehreren Abteilungen des Turnvereins aktiv, war und ist bis heute als Kassenwart im Vorstand des VfB Groß-Rohrheim aktiv. Schollmeier war Mitglied der Verkehrskommission seiner Gemeinde, half des Öfteren beim Bauernmarkt an der Kasse der Kuchentheke und engagierte sich von 2000 bis 2014 im Jugendtreff von Groß-Rohrheim. Schollmeier werde von seinen Mitmenschen als zuverlässig, humorvoll und vor allem als Organisationstalent gelobt, schloss der Landrat seine Ausführungen.

Bürgermeister Karsten Krug fügte noch an: „Lieber Gerd, du bist ein echter Tausendsassa, der seinen Humor nie verloren hat. Solche Menschen brauchen wir in unserer Gemeinde.“ Gratulationen für das langjährige Vereinsmitglied kamen auch von Markus Queck, dem Vorsitzenden des Vereins für Bewegungsförderung: „Es ist unglaublich, was du für den Verein geleistet hast“, erklärte er.

Schollmeier selbst blieb wie immer ganz bescheiden und bedankte sich. Er selbst bezeichnete die 1225 Jahrfeier von Groß-Rohrheim als seinen Höhepunkt. Auch er gehörte damals zum Organisationsteam. Schollmeier ist verheiratet und hat zwei Söhne.

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