Griesheim (red). Für Maike Baldus und Daniel Wagner von der Triathlon-Abteilung des TuS Griesheim ging ein sportlicher Traum in Erfüllung: Beide gingen am 10. Oktober bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii an den Start. Auf der legendären Langdistanz in Kona mussten die Athleten 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und anschließend einen Marathon über 42,2 Kilometer absolvieren.
Die Bedingungen waren laut einem Bericht der Triathlon-Abteilung alles andere als einfach. Ein aufgewühlter Pazifik, wechselhaftes Wetter, starke Seitenwinde und Temperaturen von rund 32 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit verlangten den Teilnehmern einiges ab.
Für Maike Baldus war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft eine besondere Herausforderung. Erst wenige Monate zuvor hatte sie sich beim Ironman in Frankfurt für Hawaii qualifiziert. Das Rennen in Frankfurt, das bei Temperaturen von über 40 Grad ausgetragen wurde, sollte ursprünglich ihre erste vollständige Langdistanz werden. Aufgrund der extremen Hitze mussten dort jedoch die Rad- und Laufstrecke verkürzt werden.
Entsprechend groß waren zunächst die Zweifel, ob sie sich der Herausforderung auf Hawaii stellen sollte. Viel Bedenkzeit blieb nicht, denn bereits am Tag nach dem Qualifikationsrennen musste sie ihren Startplatz verbindlich buchen. Mit Unterstützung ihrer Trainerin Leonie Schmoll sowie von Familie und Freunden entschied sie sich schließlich für die Teilnahme. Es folgte eine intensive Vorbereitung mit gezieltem Hitzetraining und Maßnahmen zur Akklimatisierung.
Am Renntag wurde Baldus für ihren Mut belohnt. Schon beim Schwimmen zeigte sie sich von der Umgebung beeindruckt. „Ich war begeistert von der unglaublichen Unterwasserwelt“, berichtete sie. Auf der Radstrecke machten ihr Regen, schwüle Temperaturen und starke Seitenwinde zu schaffen. Zurück in Kona sorgten die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer für Gänsehautmomente.
Beim abschließenden Marathon musste Baldus aufgrund von Fußschmerzen das Tempo reduzieren. Dennoch kämpfte sie sich durch, nutzte die Verpflegungsstationen konsequent zur Kühlung und achtete auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. „Trotz der Schmerzen konnte ich den Moment genießen und war dankbar, hier mit dabei sein zu dürfen“, sagte sie nach dem Rennen. Der Zieleinlauf sei die Krönung des Tages gewesen. „Meine erste Langdistanz, gleich auf Hawaii gefinisht. Da haben sich all die Trainingshöhen und -tiefen gelohnt.“
Nach 10:47 Stunden erreichte Baldus das Ziel und belegte in der Altersklasse der 25- bis 29-Jährigen einen beachtlichen 16. Platz unter 63 qualifizierten Teilnehmerinnen.
Auch ihr Vereinskollege Daniel Wagner meisterte die anspruchsvolle Strecke erfolgreich. Er ging in der Altersklasse der 30- bis 34-Jährigen an den Start und überquerte nach 10:31 Stunden die Ziellinie. Damit konnten beide TuS-Athleten ihre Teilnahme an der Ironman-Weltmeisterschaft mit einem erfolgreichen Finish krönen.
