Gernsheim (red). „Unsere Kinder wollten erst überhaupt nichts machen, und dann hat ihnen alles sehr gut gefallen.“ Das ist eine der Reaktionen auf das inklusive Spielfest, das der Behindertenbeirat gemeinsam mit dem Kinderschutzbund und Sportcoach Patrick Seemann auf dem inklusiven Spielplatz in der Neckarstraße ausgerichtet hat. Gemäß dem Recht behinderter Kinder auf Spaß und Spiel gemeinsam mit anderen Kindern, war es ein buntes Treiben.
Dabei haben sich die Verantwortlichen laut einem Bericht erneut klar gemacht: Bisweilen erkennt man eine Behinderung nicht gleich; auch Entwicklungsverzögerungen können beeinträchtigen und, wenn sie dauerhaft bleiben, zu einer Behinderung führen. Alle Kinder machten bei allen Angeboten mit, die unterschiedlich ausgerichtet waren: Sand baggern, Rollstuhl-Rallye, Paarlauf, Pfeil und Bogen, Leiterschach und sogenannte KIM-Spiele, die auf Fühlen, Schmecken, Tasten abzielen. Zudem wurden Klebe-Tatoos angeboten. Jedes Kind erhielt eine Gummibärchen-Medaille und eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme. Insbesondere bei der Rollstuhl-Rallye konnten Kinder und Eltern erfahren, wie schwer es ist, wenn man auf ein Hilfsgerät wie einen Rollstuhl angewiesen ist.
Zu Beginn hatte der städtische Behindertenbeauftragte Hans-Josef Becker auf die Motivation des Beirats zur Ausrichtung des Fests hingewiesen. Der Beirat hat sich entschlossen, als einer der Botschaftsträger an der Kinderrechte-Kampagne des Kinderschutzbunds mitzuwirken. Dazu animiert wurde der Beirat durch einen Text, der mittels QR-Code auf dem Hinweisschild zur „Die Kinderrechte entdecken-Tour“ am Inklusions-Spielplatz zu hören ist.
