Bensheim (red). Am Donnerstag, 10. September, findet der nächste bundesweite Warntag statt. Auch in Bensheim steht dabei die Warnung der Bevölkerung im Mittelpunkt. Ab 11 Uhr werden verschiedene Warnmittel erprobt, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Ziel des Aktionstages ist es, die technischen Warnsysteme auf ihre Funktionsfähigkeit zu testen und zugleich die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmöglichkeiten und Warnsignalen vertraut zu machen.
„Warnung funktioniert nur dann zuverlässig, wenn die technischen Systeme funktionieren und die Menschen wissen, was die Signale bedeuten“, so der Bensheimer Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn in einer Mitteilung der Stadt. „Der Warntag ist deshalb weit mehr als ein Probealarm: Er hilft dabei, Warnabläufe einzuüben und das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie man sich im Ernstfall richtig verhält.“
Auch in Bensheim sind Sirenen ein wichtiger Bestandteil des Warnsystems. Ergänzt werden sie durch digitale Warnmöglichkeiten wie Warn-Apps und durch die Warnung über das Radio.
Die Stadt arbeitet daran, ihre Sireneninfrastruktur zu modernisieren. Grundlage dafür ist ein von der Feuerwehr erarbeitetes und von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedetes Sirenen-Konzept. Die vorhandenen alten Motorsirenen werden dabei sukzessive durch moderne elektronische Sirenen ersetzt.
Die neue Technik bietet laut der Stadt mehrere Vorteile: Die elektronischen Sirenen verfügen über eine größere Reichweite und können dank einer Akkuversorgung auch bei einem Stromausfall noch für eine gewisse Zeit betrieben werden. Außerdem können mit ihnen die bundesweit gültigen Warnsignale ausgegeben werden.
Auch während der laufenden Umrüstung ist die Warnung der Bevölkerung sichergestellt. Die meisten bestehenden analogen Sirenen sind weiterhin betriebsbereit und können im Ernstfall ausgelöst werden. Deshalb kann es in der Übergangsphase vorkommen, dass bei einem Warntag unterschiedliche Sirenensignale zu hören sind: Bereits umgerüstete digitale Sirenen geben die Tonfolge für die „Warnung der Bevölkerung“ aus, während analoge Sirenen noch die bisher bekannte Tonfolge zur „Alarmierung der Feuerwehr“ verwenden.
Sirenensignale haben unterschiedliche Bedeutungen. Wer die Tonfolgen kennt, kann im Ernstfall schneller und angemessen reagieren. Ein auf- und abschwellender Heulton weist auf eine mögliche Gefahr hin, beispielsweise bei einem Großbrand, einem Unwetter oder einem Gefahrstoffunfall. In diesem Fall sollten Bürgerinnen und Bürger weitere Informationen über Radio, Fernsehen oder offizielle Warn-Apps einholen und die dort gegebenen Hinweise beachten.
Entwarnung: Ein gleichbleibender Heulton signalisiert, dass die Gefahr vorüber ist und keine weitere Warnung mehr besteht.
Feueralarm: Dieses Signal dient vor allem der Alarmierung der Feuerwehr und hat für die Bevölkerung in der Regel keine unmittelbare Bedeutung.
