Gemütlich im Stuhl die Vorbereitungen für den Flug beobachten, und dann geht es ganz flott: mit viel Geschick den Flieger hoch in die Luft bringen und die High-Tech-Modelle schaffen über 250 Stundenkilometer. Fotos: Hausl

Internationales Flair in Griesheim

Top-Piloten aus fünf Nationen am Start beim F5B Wettbewerb

Griesheim (gu). Erstmals in der Vereinsgeschichte richtete der Modellflieger Club Griesheim (MFCG) am vergangenen Wochenende einen internationalen F5B-Wettbewerb aus.

18 Top-Piloten aus fünf Nationen, darunter Starter aus Deutschland, Frankreich, Belgien, Tschechien und der Schweiz, lieferten sich bei der gelungenen Premiere spektakuläre und präzise Luftkämpfe um den Sieg. Am Samstag fanden vier Wettbewerbs-Durchgänge und am Sonntag zwei Wettbewerbs-Durchgänge statt. Gewertet wurden die drei besten Durchgänge. „Auch wenn man es nicht direkt erkennt, die Modelle sind echte High-Tech“, erklärte der erste Vorsitzende Uwe Resch. „Die Antriebe beschleunigen das Modell innerhalb von zwei Sekunden auf über 250 Kilometer pro Stunde. Die Tragflächen sind aerodynamisch optimiert und müssen bei Wenden das mehrfache der Erdbeschleunigung aushalten.“

Während des Wettbewerbs wurde im Streckenflug eine 150 Meter lange Strecke bis zu 50-mal durchflogen und dies innerhalb von 200 Sekunden. Anschließend musste das Modell ohne Motoreinsatz zehn Minuten in der Luft gehalten und dann punktgenau gelandet werden. Die notwendige Technik wurde vom Verband zur Verfügung gestellt. Vier Mitglieder des Griesheimer Modellflugvereins fungierten als Helfer für den Wettbewerb. Zwei waren für die Sperrung des Feldweges zuständig und weitere kümmerten sich um das leibliche Wohl der Gäste.

Eine Besonderheit war die Unterbrechung durch den Sonnenstand. Zwischen 17 und 18 Uhr stand die Sonne sehr ungünstig, so dass die beiden Helfer beim Streckenflug die 150 Meter lange Flugstrecke nicht mehr vollständig einsehen und die Anzahl der durchflogenen Abschnitte protokollieren konnten. Aber nach einer kurzen Pause wurde der Durchgang zügig durchgeführt. Es siegte der Schweizer Thomas Wäckerlin vor seinem Landsmann Marco Cantoni. Christian Ulbrich aus Deutschland freute sich über den dritten Platz.

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