Wie aktiv es in der Grundschule zugeht, demonstrierten die 181 Schülerinnen und Schüler zu Beginn mit einem bewegungsintensiven Tanz. Zu den Klängen von „Magic in the Air“ zeigten sie eine komplexe Choreografie mit vielen Armbewegungen und Hüpfern. haza-foto

Voller Energie und Konzentration

Grundschule Wolfskehlen feierte 70-jähriges Jubiläum mit großem Fest

Wolfskehlen (haza). „Voller Stolz auf diese Schule, auf die Kinder, auf unsere gesamte Schulgemeinde“, begrüßte Schulleiterin Susanne Möller kürzlich die Gäste zum Schulfest anlässlich des 70. Jubiläums der Grundschule Wolfskehlen (GSW) an dem jetzigen Standort in der Groß-Gerauer-Straße. „Das ist, was wir können: den Spagat zwischen Modernem und Klassischem, zwischen Neuem und Altbewährtem, zwischen Freiem und Gebundenem und zwischen Energie sprudeln lassen und Konzentration“, betonte Möller direkt nach dem von Patrick Decavele von der Initiative „Wir bewegen Schule“ und den 181 Schülerinnen und Schülern einstudierten Flashmob und dem anschließenden Auftritt vom Schulchor unter der Leitung von Dalida Dittmar.

„Eigentlich könnten wir heute sogar 446 Jahre Schule in Wolfskehlen feiern“, aber der genaue Schulort sei nicht überliefert, so Möller, die in der Folge auch die Ehrengäste des Schulfests begrüßte. Dazu zählten Landrat Thomas Will, dem Schule am Herzen liege, der aber „leider das falsche Portemonnaie dafür habe“, Riedstadts Bürgermeister Marcus Kretschmann, der immer ein offenes Ohr für „seine Riedstädter Schulen“ habe und Martina Kutschinski vom Staatlichen Schulamt, die Schule als einen Ort sehe, „wo Demokratie gelebt werde“. Des Weiteren genannt wurden Pfarrer Volker Herwig, die Schulelternbeiratsvorsitzende Martina Dürr sowie der Fördervereinsvorsitzende Marcel Muris, denen Möller für die „uneingeschränkte Unterstützung“ für das Schulfest dankte. Bevor die Ehrengäste zu Wort kamen, lobte Möller die Kontinuität an der GSW, wo es in 70 Jahren nur drei Schulsekretärinnen und vier Schulleiter gegeben habe. Möller selbst leitet seit 21 Jahren die Schule.

Landrat Thomas Will ergänzte, dass er in den vergangenen 70 Jahren der fünfte Landrat im Kreis sei. Im Kreis gebe man jährlich zwischen 35 und 40 Millionen Euro für Schulneubauten aus. Man würde gerne das Doppelte investieren, so Will, doch dann müssten die Städte und Gemeinden dies über die Schulumlage mittragen. Dort werde das Geld wieder über Grundsteuer oder andere Erhöhungen oder Kürzungen umgesetzt. Daher forderte Will Bund und Land auf, mehr Gelder bereitzustellen.

Bürgermeister Marcus Kretschmann, der von Susanne Möller als „Mann mit offenem Ohr für seine Riedstädter Schulen“ angekündigt wurde, ging auf den Bürgermeister-Briefkasten ein, der in Wolfskehlen ins Leben gerufen worden sei und seit 2021 in allen Grundschulen stehe. Ein damals Zehnjähriger wünschte sich eine Tischtennisplatte für den Spielplatz, die dort installiert worden sei, nachdem er eine Unterschriftenaktion in der Grundschule gestartet hatte. Ein weiterer Beleg dafür sei eine bei einem Begegnungscafé am Alten Rathaus zusammengekommene Ideensammlung von Kindern gewesen, die ihm die Schulleiterin übergeben habe. Hier sei die Stadt noch auf Investorensuche, aber es tue sich etwas, betonte Kretschmann.

Erziehung und Bildung seien teuer, aber noch teurer seien keine Erziehung und keine Bildung, warf Pfarrer Volker Herwig zu von den Vorrednern ins Spiel gebrachten Kosten in die Waagschale. Auch der Heimat- und Geschichtsverein Wolfskehlen brachte sich beim Schulfest ein. Vorsitzender Klaus Dieter Mann, „ein Kind der ersten Stunde“, hatte noch alte Klassenfotos und weitere geschichtliche Entdeckungen mitgebracht. Er selbst sei noch im heutigen Alten Rathaus eingeschult worden.

Die Eltern boten eine umfangreiche Salatbar und Kuchentheke, während Mitglieder von Förderverein und Schulelternbeirat am Grill und an den zahlreichen Spiel- und Bastelstationen halfen. Ein Fotoquiz, eine Malwand, eine Fotobox sowie Eis und Kaffeespezialitäten rundeten das Angebot für Groß und Klein ab.
Der Förderverein stiftete spezielle Schreiblernbleistifte mit dem Slogan „Unsre Schule ist ne coole“. Der Verein unterstütze weiterhin viele Projekte der Schule und feiere 2027 sein 20-jähriges Bestehen, wie dessen Vorsitzender Marcel Muris im Rahmen des Fests erklärte.

Nächster Beitrag
Die Jagd nach dem Pokal
Vorheriger Beitrag
„Ihr macht einen saustarken Job!“