Seeheim-Jugenheim (red). Im Rahmen der Courage-Woche „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ war der VdK-Ortsverband Seeheim-Jugenheim kürzlich zu Gast am Schuldorf Bergstraße, berichtet der Verein in einer Mitteilung. Der VdK stellte im Rahmen der Veranstaltung seine Arbeit vor und erläuterte grundlegende Begriffe wie Behinderung, Teilhabe und Inklusion. Dabei habe man deutlich gemacht, dass Behinderungen sehr unterschiedlich sein können und nicht immer auf den ersten Blick sichtbar seien. Neben körperlichen Einschränkungen gebe es auch psychische, seelische, kognitive und Sinnesbehinderungen, die den Alltag der Betroffenen beeinflussen können.
„Wenn wir über Inklusion sprechen, sprechen wir nicht über eine kleine Minderheit. Fast jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens selbst von Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit betroffen sein – sei es persönlich oder im familiären Umfeld. Deshalb geht uns das Thema alle an“, betonte Andreas Stauß, Vorsitzender des VdK Seeheim-Jugenheim. Ein Höhepunkt sei die Vorstellung zweier Assistenzhunde gewesen. Die Schülerinnen und Schüler hätten aus erster Hand erfahren, welche wichtigen Aufgaben diese Hunde für ihre Menschen übernehmen.
Großen Zuspruch habe auch ein interaktives Meinungsforum gefunden, das sich am Format der ARD-Sendung „Die 100“ orientiert habe. Die Jugendlichen hätten sich zu verschiedenen Aussagen positionieren können, beispielsweise „Es ist in Ordnung, Witze über andere zu machen, wenn sie lustig gemeint sind“ oder „An unserer Schule gibt es keine Ausgrenzung“. „Durch Bewegung, Perspektivwechsel und Diskussion entstanden lebendige Gespräche über Respekt, Vorurteile, Diskriminierung und den Umgang miteinander“, so der Verein.
Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 brachte der VdK den Gerontologischen Simulator GERT mit. „Mit Hilfe spezieller Brillen, Gewichte und weiterer Simulationselemente konnten die Jugendlichen erleben, wie sich verschiedene körperliche Einschränkungen und altersbedingte Veränderungen auf den Alltag auswirken“, heißt es in der Mitteilung. Besonders die Brillen, die unterschiedliche Sehbehinderungen simulierten, seien auf großes Interesse gestoßen und von allen Teilnehmenden ausprobiert worden. „Ziel des Projekttages war es, das Bewusstsein für die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen zu stärken und für mehr Verständnis, Respekt und gegenseitige Unterstützung zu werben.“
