Griesheim (gu). Einmal mehr verwandelte sich Griesheim am vergangenen Wochenende in „Flohheim“. Wie jedes Jahr am letzten Samstag der Sommerferien öffneten Griesheimer Haushalte ihre Garagen, Höfe und Einfahrten und luden zur Schnäppchentour ein. Dieses Mal fand der Hofflohmarkt in Griesheims Süden statt. Insgesamt hatten 220 Teilnehmer zugesagt und machten mit bunten Luftballons an der Straßenseite auf sich aufmerksam. Angeboten wurden allerlei Dinge, darunter viel Brauchbares, wie beispielsweise Geschirr und Spielwaren.
Aber auch so manche Kuriosität versteckte sich unter dem Angebot. Trotz der sommerlichen Temperaturen waren viele Schnäppchenjäger unterwegs. In den Höfen und an den Ständen wurde gestöbert, gefeilscht und gekauft. Aufgrund des großen Gebietes hatte der Kulturkreis Iwwerzwersch als Veranstalter eine interaktive Teilnehmerliste erstellt. So konnten die Flohmarktbesucher über die Karte mit Suchfunktion und Navigation gezielt Angebote finden und erreichen. Genau das ist das Besondere an dem Konzept „Flohheim“ und macht es zu einem besonderen Erlebnis. Statt an einem einzigen Ort von Stand zu Stand zu laufen, kann man das Angebot bei einem Spaziergang oder mit dem Fahrrad erkunden, in den Kisten stöbern und nette Gespräche führen. Gute Laune herrschte etwa in der Pfungstädter Straße, wo sich eine Patchwork-Familie zusammengefunden hatte, um Damen- und Kinderkleidung, Heimwerkerbedarf, sowie eine große Auswahl an Spielzeug und Bücher anzubieten. Erste Vorbereitungen zum Aufbau wurden bereits am Tag vorher getroffen und dabei auch nochmals der Schrank „ausgemistet“. Am Samstagmorgen um 7.30 Uhr wurde dann das gesamte Warenangebot liebevoll ausgelegt und gut gelaunt auf die ersten Käufer gewartet.
Die Idee zu „Flohheim“ entstand im Rahmen des ehemaligen „Bürgerstammtisch Griesheim” und wurde erstmals im Jahr 2017 verwirklicht. Als sich der Stammtisch auflöste, führte Dirk Olten, der Initiator hinter der Idee, das Projekt von 2018 bis 2020 in Eigenregie weiter, wurde dann 2021 Mitglied beim Kulturkreis Iwwerzwersch, wo er mitsamt seinem „Projekt“ herzlich aufgenommen wurde.
