Dank und Wertschätzung für ihre Arbeit erfuhr die Vorbereitungsgruppe des Fests auch vom Rathauschef, von links: Constanze Seidelmann, Bürgermeister Maximilian Schimmel, Maren Voß, Marina Leusing und Dieter Peppel-Voß. Foto: Ritzert/Deichert

Nachhaltigkeit als Mitmacherlebnis

Buntes Fest im Friedenspark mit allerlei Infos zu „17 Ziele – 1 Stadt“

Nachhaltigkeit als Mitmacherlebnis

Aktuell
Dank und Wertschätzung für ihre Arbeit erfuhr die Vorbereitungsgruppe des Fests auch vom Rathauschef, von links: Constanze Seidelmann, Bürgermeister Maximilian Schimmel, Maren Voß, Marina Leusing und Dieter Peppel-Voß. Foto: Ritzert/Deichert

Buntes Fest im Friedenspark mit allerlei Infos zu „17 Ziele – 1 Stadt“

Pfungstadt (rd). Nachhaltigkeit steckt im fairen Handel, im Schutz von Umwelt und Klima und im friedlichen Miteinander. Wie vielfältig das Thema ist, zeigte das Spaß- und Mitmachfest „17 Ziele – 1 Stadt“ am vorvergangenen Samstag im Friedenspark. Zahlreiche Initiativen, Vereine und Verbände präsentierten ihre Arbeit und luden die Besuchenden dazu ein, selbst aktiv zu werden.

An den Ständen gab es Informationen, Spiele und kreative Angebote für Kinder und Erwachsene. Internationale Speisen sorgten für kulinarische Abwechslung, zudem waren Trommelklänge im Park zu hören. So verband das Fest ein ernstes Zukunftsthema mit einem unterhaltsamen Nachmittag.

Wie breit das Fest aufgestellt war, zeigte die Vielzahl der beteiligten Gruppen und Angebote. Vertreten waren unter anderem Pfungstadt Lebenswert, der Arbeitskreis Asyl, die Initiative Demokratie, der Tierschutzverein, die Stadtbücherei, Radeln ohne Alter, der VdK, der „Fairein“, die Umweltpaten, die Kinder- und Jugendförderung, die Feuerwehr, die Kirche sowie die Naturfreunde. Hinzu kamen Angebote zu Klimaschutz, Waldumbau, Stadtradeln, Klimagerechtigkeit, nachhaltigem Sport, dem ökologischen Fußabdruck und internationalen Projekten. Repaircafé, Qigong, Trommelgruppe, Tierwissen und Wasserexperimente ergänzten das Programm.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Initiative für Demokratie und Menschenrechte Pfungstadt. Auch der Pfungstädter „Fairein“ war beteiligt. Der Verein um seine Vorsitzende Constanze Seidelmann möchte den fairen Handel und die 17 Nachhaltigkeitsziele in Pfungstadt bekannter machen.

Bürgermeister Maximilian Schimmel dankte den Organisierenden, die das Fest nach seinen Worten „innerhalb von wenigen Monaten“ auf die Beine gestellt hätten. Dass ganz unterschiedliche Gruppen vertreten waren, wertete er als besondere Stärke. Es sei „ein breites Spektrum unserer gesamten Stadt“ zusammengekommen. Besonders freue ihn, „so viele Kinder hier“ zu sehen, denn um ihre Zukunft gehe es bei dem Thema in besonderer Weise.

Die 17 Ziele gehören zur Agenda 2030, die 2015 von den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Ihre 169 Unterziele verbinden soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit. Sie reichen von der Bekämpfung von Armut und Hunger über Bildung und Gleichberechtigung bis zu Klimaschutz, Frieden und Partnerschaften. Der Leitgedanke lautet: Niemand soll zurückgelassen werden.

Schimmel machte deutlich, dass es nicht bei einem einzelnen Aktionstag bleiben könne. „Die 17 Ziele der Nachhaltigkeit in unsere Pfungstädter Stadtgesellschaft zu bringen, ist, glaube ich, keine Sache, die man nur an einem Tag machen kann“, sagte er. Dies sei eine Daueraufgabe. Feste wie dieses könnten dabei einen „Leuchtturm setzen“ und viele Menschen erreichen.

Wie sich das Thema in den Alltag tragen lässt, erläuterte Schimmel anhand weiterer Aktionen. So seien im Laufe der Woche faire Fußbälle an Kinder- und Jugendabteilungen von Sportvereinen übergeben worden. Auch in der Stadtverwaltung habe es Angebote rund um fair gehandelte Produkte gegeben. Entscheidend sei, Nachhaltigkeit und fairen Handel „in das tägliche Leben unserer Stadtgesellschaft“ zu bringen.

Im Friedenspark wurde dieses Anliegen praktisch sichtbar: beim Austausch an den Ständen, beim gemeinsamen Essen, bei Musik und bei den Angeboten für Kinder. Das Fest zeigte, dass die Ziele der Agenda 2030 auch vor Ort beginnen – mit Information, Begegnung und der Einladung, selbst mitzumachen.

Nächster Beitrag
Witz des Alters
Vorheriger Beitrag
In die Nacht hinein