Alsbach-Hähnlein (red). Am 27. Mai hat die Gemeinde Alsbach-Hähnlein einen neuen Anbau der Kita „Arche Noah“ offiziell übergeben. Mit dabei waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Ina Dürr (CDU) und Torsten Leveringhaus (Grüne), die Alsbacher Pfarrerin Hannah Woernle, die ein kurzes Grußwort sprach, Mareen Reil vom Evangelischen Dekanat Bergstraße, die stellvetretende Kita-Leiterin Mareike Brauer inklusive ihres Teams, dazu Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Verwaltung, Elternbeirat und Presse, heißt es aus dem Alsbacher Rathaus.
Bürgermeister Sebastian Bubenzer (CDU) habe in seiner kurzen Ansprache auf den Punkt gebracht, worum es bei dem Projekt eigentlich gegangen sei, so eine Pressemitteilung aus dem Rathaus: „Wenn man Erwachsene fragt, was heute hier passiert, dann sagen sie vermutlich: Wir übergeben den neuen Anbau der Evangelischen Kita Arche Noah. Das klingt ordentlich. Das klingt verwaltungstauglich. Das klingt nach Bauakte, Abnahme, Quadratmetern und vielleicht noch nach einem Protokoll mit drei Anlagen. Wenn man aber die Kinder fragt, dann klingt die Antwort wahrscheinlich ganz anders. Dann heißt es vielleicht: Wir haben jetzt mehr Platz. Oder auch: Wir können jetzt viel schöner spielen.“
Entstanden sind neben einem neu gestalteten Außenbereich inklusive neuem Spielgerät auch ein neuer Gruppenraum, ein Schlafraum, ein kindgerechter Sanitärbereich sowie ein kleiner Lagerraum. Damit schafft die Gemeinde die Voraussetzung für eine zusätzliche Gruppe für Kinder unter drei Jahren bis 14 Uhr.
Besonders erfreulich laut Gemeinde: An der „Arche Noah“ würden die Krippenkapazitäten damit verdoppelt. Neben den bestehenden Gruppen für Kinder über drei Jahren und der bisherigen Krippengruppe für bis zu zwölf Kinder im Alter von ein bis drei Jahren könne künftig eine weitere U3-Gruppe angeboten werden.
„Betreuungsplätze sind nicht irgendein kommunales Zusatzangebot“, sagte Bürgermeister Bubenzer. „Sie sind für viele Familien eine ganz konkrete Voraussetzung dafür, Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Sie geben Planungssicherheit. Sie entlasten. Und sie schaffen Vertrauen.“ In Alsbach-Hähnlein könne die Gemeinde allen Eltern und ihren Kindern derzeit kurzfristig ein qualifiziertes Betreuungsangebot unterbreiten, so die Pressemitteilung anlässlich der Anbauübergabe.
Ein besonderer Dank galt dann auch der verantwortlichen Planerin Susanna Salata, dem gesamten Bauamt sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ZKD. „Gerade bei solchen Projekten sieht man: Es sind nicht immer nur die großen Überschriften, die am Ende zählen. Es sind auch die vielen praktischen Dinge, die bedacht und erledigt werden müssen“, so Bubenzer.
Große Anerkennung sprach der Bürgermeister außerdem dem gesamten Team der „Arche Noah“ aus. Ein Anbau entstehe nicht einfach nebenbei: Während für die Kinder irgendwann ein neuer Raum da sei, bedeute der Weg dorthin für die Erwachsenen viele Abstimmungen, Übergänge, Kompromisse – und sicherlich auch den einen oder anderen Moment, in dem man tief durchatmen müsse.
Mit Blick auf die pädagogische Arbeit sagte Bubenzer: „Räume ersetzen keine pädagogische Arbeit. Aber sie können sie erleichtern. Sie können Möglichkeiten eröffnen. Sie können dafür sorgen, dass Kinder und Fachkräfte sich wohlfühlen und dass gute Arbeit gut gelingen kann.“
