Die Naturlandstiftung bereiste unlängst die von ihr betreuten Pflanzflächen. Los ging es in Biebesheim, unmittelbar hinter der Auskiesung an der Natostraße. Zu sehen sind von links Harald Benz, Baldur Schmitt, Wilhelm Wald, Kai Hammann, Erster Beigeordneter der Gemeinde Biebesheim und Reinhard Ebert. haza-foto

Mal trocken, mal vital

Naturlandstiftung begutachtete ihre Pflanzflächen im Südkreis

Biebesheim (haza). Zur Begutachtung ihrer Pflanzflächen im Südkreis Groß-Gerau hatte die Naturlandstiftung am vorvergangen Freitag eingeladen. Alle Teilnehmenden trafen sich auf dem Parkplatz vor der Rheinhalle. Von dort aus ging es die Natostraße hinunter, unmittelbar hinter der Auskiesung, zur ersten Fläche. Hier sei die Trockenheit des Sommers 2026 mit Händen greifbar, erklärte der Vorsitzende Reinhard Ebert. „Das erste Mal, seit wir diese Fläche besichtigen, mussten wir feststellen, dass die Auskiesung komplett ausgetrocknet ist. Die Fläche der Naturlandstiftung steht schon seit etwa 40 Jahren“, so Ebert. Scheinbar sei die Wasserhaltefähigkeit des Bodens dort jedoch recht gut, denn die Sträucher und die Bäume waren alle in einem sehr guten Zustand, so dass dort keine Maßnahmen erforderlich seien.

Weiter ging es zur Fläche an der HIM GmbH. Dort wurden Teile der Fläche von der Bahn für einen Baustelleneinrichtung gerodet. Durch die extreme Hitze und die damit verbundene Trockenheit des Jahres 2026 gehe die Naturlandstiftung von einem Totalausfall der Fläche aus. Man werde die Gemeinde Biebesheim und das Regierungspräsidium in Darmstadt informieren, die darauf drängen mögen, dass eine Nachpflanzung erfolgt, so Ebert.

Weiter ging es sodann zu einer Fläche an der Gemarkungsgrenze zu Stockstadt am Fanggraben, wo keinerlei Maßnahmen erforderlich werden. Allerdings sei festzustellen, dass die Sträucher durch den trockenen Sommer gelitten haben. Viele Pflanzen hätten sich schon umgefärbt.

Auf der Fläche von Uli Zacheis an der Modau müsse ein Wiesen-Rückschnitt vorgenommen werden, da der Schwarzdorn dort die Oberhand gewonnen habe. Der Auftrag sei bereits erteilt und soll in den nächsten Tagen stattfinden. Zwei Obstbäume hätten dort Schaden genommen und müssten daher nachgepflanzt werden.

Bei einer weiteren Fläche in Crumstadt handelt es sich um ein Feldgehölz. Ein Rückschnitt der Sträucher sei in diesem Jahr nicht notwendig. Die Abstände zu den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen stimmen noch, so Ebert.

Auf der Fläche von Klaus Müller in Goddelau müssen vier Bäume nachgepflanzt werden. Diese werden von Müller vorgenommen, die Kosten dazu übernimmt die Naturlandstiftung. In Erfelden wurde die Fläche von Heinz Müller in Augenschein genommen, die in den nächsten Tage gemulcht werden soll. Dort müssen drei Bäume ersetzt werden, obwohl die Familie Müller die Bäume bewässert habe. „Wir werden diese mit besonders trockenheitsresistenten Sorten ersetzten. Der verbliebene Bestand macht insgesamt keinen guten Eindruck“, so Ebert.

An der Fläche der Zufahrt zur Knoblochsaue seien keinerlei Maßnahmen notwendig. Die Fläche Keil in Leeheim, zwischen Sommer und Winterdamm am Pumpwerk Kammerhof, wurde bereits gemulcht. „Aufgrund des geringen Abstandes der Fläche zum Rhein hat die Fläche noch einen guten Grundwasserstand. Alle Bäume sehen vital aus und haben einen guten Zuwachs in diesem Jahr erreicht. Durch die gute Wuchsleistung der Bäume macht es Sinn, in diesem Jahr einen Baumschnitt vorzunehmen“, führte der stellvertretende Vorsitzende Baldur Schmitt dazu aus.

Die Fläche Roth in Wolfskehlen mache einen guten Gesamteindruck und werde in den nächsten Tagen gemäht. Es gebe keine Ausfälle und auch keine Zopftrocknis, so Ebert zum Abschluss der Bereisung. Danach fand noch eine Abschlussbesprechung im Kammerhof statt.

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