Kreis Bergstraße (red). Wenn in einer Krisenlage die gewohnten Kommunikationswege ausfallen, zählt jede Minute. Damit Leitstelle, Einsatzkräfte und Kommunen auch unter erschwerten Bedingungen handlungsfähig bleiben, hat der Kreis Bergstraße kürzlich eine Übung zur Krisenkommunikation durchgeführt. Simuliert wurde dabei ein flächendeckender Ausfall des netzabhängigen Digitalfunks.
Anlass für die Übung waren unter anderem reale Störfälle wie der bundesweite Ausfall des Digitalfunknetzes der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) am 6. Mai 2025, der auf technische Netzwerkprobleme zurückzuführen sei, erklärt der Kreis Bergstraße in einer Meldung. Solche Ereignisse, aber auch mögliche Cyberangriffe, machten deutlich, wie wichtig vorbereitete und belastbare Strukturen für die Kommunikation in Krisensituationen sind.
Im Mittelpunkt der Übung stand der Aufbau einer direkten und damit netzunabhängigen Funkkommunikation zwischen der Leitstelle und den Kommunen im Kreisgebiet. Dafür kamen auf Anhöhen platzierte Verstärker zum Einsatz, die die Funkverbindungen stabilisieren und die Reichweite verbessern sollten. Beteiligt waren neben den Informations- und Kommunikationseinheiten sowie der Führungsstruktur des Kreises auch die Feuerwehrhäuser der Kommunen, die als Gegensprechstellen dienten.
„Übungen wie diese sind daher ein wichtiger Baustein, um Abläufe zu überprüfen, Schwachstellen zu erkennen und die Zusammenarbeit zwischen Kreis, Leitstelle und Kommunen weiter zu stärken“, betont Landrat Christian Engelhardt.
Die während der Übung gewonnenen Erkenntnisse werde man nun auswerten Auf dieser Grundlage sollen weitere Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz im Bereich der Krisenkommunikation abgeleitet und zur Umsetzung vorgeschlagen werden. Ziel sei es, die Einsatz- und Führungsfähigkeit des Landkreises auch in außergewöhnlichen Lagen bestmöglich sicherzustellen.
