Gernsheim (haza). Im Museum der Stadt Gernsheim ist derzeit die Ausstellung „Zur Person Georg Elser – Ich habe den Krieg verhindern wollen“ zu sehen. Der Schreiner Georg Elser verübte im Münchner Bürgerbräukeller 1939 ein Attentat auf Hitler, der dem Anschlag knapp entging. Die Wanderausstellung ist eine Dokumentation der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und wurde in Kooperation des Kunst- und Kulturhistorischen Vereins und dem Verein Memor nach Gernsheim geholt.
Zur Eröffnung am vergangenen Samstag begrüßte Harald Hoppe, in Vertretung des Vereinsvorsitzenden Klaus Müller, die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Karl-Heinz Müller vom Verein Memor erinnerte daran, dass Georg Elser nach seiner Verhaftung fünf Jahre in völliger Isolation im Konzentrationslager Sachsenhausen festgehalten und am 9. April 1945, wenige Wochen vor Ende des Krieges, im KZ Dachau erschossen wurde. Georg Elser sei nach 1945 oftmals ob seiner Tat diffamiert worden. Heute könne seine Alleintäterschaft nicht mehr bezweifelt werden, so Müller.
Gernsheims Erster Stadtrat Michael Trock, der die Ausstellung eröffnete, dankte den beiden Vereinen für ihr Engagement im Zusammenhang mit der Organisation der der Veranstaltung.
Am Samstag, 7. November, wird um 16 Uhr ebenfalls im Museum des Schöfferhauses der Kinofilm „Ich habe den Krieg verhindern wollen- Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“ gezeigt. Es schließt sich eine Podiumsdiskussion mit dem Thema: „Ist Tyrannenmord ethisch und moralisch gerechtfertigt?“ an. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums noch bis zum 25. November angesehen werden, Sonderführungen können telefonisch vereinbart werden.
Kontakt: (06258) 1081401
