Einhausen (mic). Der Caritasverband Darmstadt, zu dem unter anderem auch sämtliche Einrichtungen des Kreises Bergstraße gehören, hatte unlängst zum Pressegespräch in das Caritas-Zentrum St. Vinzenz Einhausen eingeladen.
Aufgabe und Ziel der Caritas sei es Menschen, die Hilfe benötigen, zu unterstützen. Dabei seien die Aufgabenfelder vielseitig. Sie umfassen laut dem Verband unter anderem Beratungen in Problemlagen, bei Arbeitslosigkeit, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Kinder- und Jugendhilfe, Migration, Schulden, Schwangerschaft, seelische Krisen, Sucht- oder Sozialhilfe.
Der Caritasverband Darmstadt beschäftige aktuell rund 1380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun stationären Diensten und 40 ambulanten Einrichtungen. Rund zwei Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im Kreis Bergstraße. Zum Pressegespräch gekommen waren unter anderem Caritasdirektorin Stefanie Rhein, die Leiterin des Haus St. Vinzenz, Claudia Wolf sowie der Betriebsleiter des Karolinger Hof, Robin Planert-Estol.
Das Caritas-Haus St. Vinzenz ist laut dem Verband eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 40 Einzelzimmern. Für Menschen mit Demenz gebe es einen eigenen Wohnbereich. Das Haus trage das Konzept der kleinen Wohn- beziehungsweise Hausgemeinschaften. In den einzelnen Hausgemeinschaften werde gemeinsam gekocht und gegessen. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden aktiv in die Zubereitung der Mahlzeiten mit eingebunden.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner gebe es zahlreiche Angebote, erklärte die Heimleiterin, Claudia Wolf. Sinn und Zweck sei es, mit den Angeboten alle Generationen anzusprechen. Da wäre zum Beispiel das Buchprojekt, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde (wir berichteten). Schülerinnen und Schüler des Lessing Gymnasium Lampertheim haben die Heimbewohnerinnen und Bewohner damals über deren Lebenserfahrungen und Erlebnisse befragt. Daraus entstand ein Buch.
Regelmäßige Angebote seien etwa der allwöchentliche Kaffeenachmittag (Cafe Vinzenz) am Mittwoch oder das offene Mittagessen donnerstags. Hier könne jeder, der will, nach Voranmeldung ins Haus kommen und eine Mittagsmahlzeit zu sich nehmen. Das Essen selbst stammt aus der Küche des Karolinger Hofs und wird nach Einhausen geliefert. Im Karolinger Hof arbeiten laut Caritas Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nur sehr schwer Aufnahme finden – entweder mit einem Handicap oder psychischen Problemen. Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden dem Restaurant-Hotel vom Job-Center empfohlen.
„Die meisten fühlen sich hier sehr wohl und sie bleiben dann mindestens ein Jahr. Viele konnten wir erfolgreich weitervermitteln oder wir haben sie auch ausgebildet“, ergänzte Stefanie Rhein. „Und das, was unsere Küche anbietet, kommt bei unseren Kunden sehr gut an“, ergänzt Robin Planert-Estol.
Gemeinsame Projekte gebe es mit Einhäuser Grundschul- oder auch Kindergartenkindern. Da werde dann beispielsweise gemeinsam gesungen oder auch mal etwas vorgelesen.
