Bei einem Termin am Stadthaus Eins wurden die fair produzierten Fußbälle kürzlich offiziell an die beteiligten Vereine übergeben. Foto: Stadt

Gut kick ganzheitlich

Fair produzierte Fußbälle an Pfungstädter Vereine überreicht

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Bei einem Termin am Stadthaus Eins wurden die fair produzierten Fußbälle kürzlich offiziell an die beteiligten Vereine übergeben. Foto: Stadt

Fair produzierte Fußbälle an Pfungstädter Vereine überreicht

Pfungstadt (red). Kürzlich haben die Stadt Pfungstadt und der „Fairein“ im Rahmen eines Förderprojekts fair produzierte Fußbälle an mehrere Pfungstädter Fußballvereine übergeben. Mit der gemeinsamen Aktion möchten die beiden Partner das Bewusstsein für faire und nachhaltige Beschaffung im Sport stärken und gleichzeitig zeigen, dass Fair Play nicht erst auf dem Spielfeld beginnt, formulieren sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Für die Stadt waren Bürgermeister Maximilian Schimmel und Sevgi Simsek, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, bei der Übergabe vertreten. Der „Fairein“ wurde von Constanze Seidelmann und Peter Schertler repräsentiert. Seitens der Fußballvereine nahmen Dario Sadegh für die FTG, Daniel Vollweiter für den TSV Eschollbrücken-Eich sowie Christina Krämer-Händel für den TSV Pfungstadt an der Übergabe teil.

„Fußball steht wie viele andere Sportarten für Teamgeist, Zusammenhalt und Fair Play“, sagt Pfungstadts Pressesprecher Patrick Steuernagel. Mit der Aktion wollen die Stadt und der „Fairein“ nach eigenen Worten den Gedanken des fairen Miteinanders bewusst über das Spielfeld hinaus erweitern. „Bevor ein Fußball im Training oder im Spiel zum Einsatz kommt, hat er bereits einen langen Weg hinter sich. Die Herstellung von Sportartikeln findet vielfach in Ländern statt, in denen Beschäftigte unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Faire Produktionsbedingungen, angemessene Löhne und die Einhaltung sozialer Standards können dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern“, so Constanze Seidelmann vom „Fairein“.

Die übergebenen Fußbälle sollen deshalb nicht nur ganz praktisch im Trainings- und Spielbetrieb eingesetzt werden. Sie dienten zugleich als Anschauungsmaterial und greifbares Beispiel dafür, dass faire Beschaffung auch im Vereinsalltag möglich sei.

Faire Arbeitsverhältnisse und ein verlässliches Einkommen könnten Familien in den Produktionsländern bessere Perspektiven ermöglichen. Sie würden unter anderem die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kinder Zugang zu Bildung erhielten und Familien weniger auf die Mitarbeit von Kindern angewiesen seien. „Damit trägt faire Beschaffung dazu bei, soziale Strukturen zu stärken und ausbeuterische Kinderarbeit zu vermeiden. Gerade bei Produkten des täglichen Gebrauchs bietet sich die Möglichkeit, durch bewusste Kaufentscheidungen einen Beitrag zu besseren Produktionsbedingungen zu leisten“, sagt Steuernagel.

Die Aktion soll dabei nicht bei der Übergabe der Fußbälle enden. Stadt und „Fairein“ möchten, wie sie sagen, die Pfungstädter Sportvereine dazu ermutigen, sich auch bei zukünftigen Anschaffungen mit den Bedingungen auseinanderzusetzen, unter denen Sportartikel hergestellt werden.

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