Zahlreiche Obstsorten wurden auf dem Streuobstwiesenmarkt dem Publikum präsentiert. Foto: Burmeister

Gelungener Auftakt

Erster Streuobstwiesenmarkt im Naturschutzzentrum

BensheimGesellschaftMarktNatur

Gelungener Auftakt

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Zahlreiche Obstsorten wurden auf dem Streuobstwiesenmarkt dem Publikum präsentiert. Foto: Burmeister

Erster Streuobstwiesenmarkt im Naturschutzzentrum

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Bensheim (mic). Landrat Christian Engelhardt und eine kleines Team aus dem Landratsamt hatten die Bevölkerung am vergangenen Sonntag ans Naturschutzzentrum Bergstraße eingeladen. Hier fand der erste Streuobstwiesenmarkt statt. Neben dem Naturschutzzentrum beteiligten sich auch noch andere Vereine, Gruppen und Organisationen an dem Event, das zu Beginn ein wenig Pech mit dem Wetter hatte. Das änderte sich jedoch im Laufe des Nachmittags und mit dem Sonnenschein kamen dann auch zahlreiche Familien zum Naturschutzzentrum, um an den verschiedenen Aktionen und Ratespielen teilzunehmen.

So waren die Kinder begeistert vom Keltern. Wer wollte, konnte beispielsweise seinen eigenen Apfelsaft pressen und auch gleich probieren. Im großen Saal des Zentrums wurde über den Nachmittag hinweg mehrfach ein Kurzfilm über eine Streuobstwiese im Odenwald gezeigt und man konnte einem Sensenschleifer über die Schultern schauen. Der Klimawandel ist in aller Munde und daher hat der Kreis Bergstraße mit einigen Kooperationsparten das Jahr der Streuobstwiesen ausgerufen. Wie Landrat Engelhardt in seiner Eröffnungsansprache erklärte, sind nach dieser Auftaktveranstaltung noch weitere Termine zur Thematik geplant.

Auch der Sensenverein Deutschland zeigte beim Streuobstwiesenmarkt in Bensheim Präsenz. Foto: Burmeister

Streuobstwiesen sind wichtig für die Natur, die Biodiversität und für uns Menschen. Dabei sind auch diese durch den Klimawandel bedroht, wie der Dokumentarfilm zeigte. Durch die zuletzt viel zu trockenen und heißen Sommer werden die Obstbäume anfällig für Pilzkrankheiten. Auch Schmarotzerpflanzen wie etwa die Mistel, zerstören die Bäume langfristig.

Ein gesunder Apfelbaum kann in einem guten Jahr bis zu 1000 Früchte tragen. Das kann am Ende bis zu 100 Liter reinen Apfelsaft ergeben. Überhaupt ist es sinnvoll, Äpfel aus heimischer Produktion zu kaufen und zu verzehren. Gleiches gilt auch für den Saft. Die Äpfel für Säfte aus dem Supermarkt – diese Säfte bestehen ja ohnehin meist nur aus Konzentrat und Wasser – stammen inzwischen aus China. Das sollte man als Kunde wissen.

„Ich bin auf die Idee gekommen, als ich mich auf dem Weihnachtsmarkt in Einhausen mit Menschen unterhalten habe, die am Stand der Streuobstwiesenretter auf sich und ihre Arbeit aufmerksam gemacht haben“, ergänzte Engelhardt. Streuobstwiesen haben eine lange Tradition, die es auch weiterhin zu pflegen gilt. „Ich freue mich, dass diese Veranstaltung hier im Naturschutzzentrum stattfindet“, fügte Bensheims Bürgermeisterin Christine Klein an. Hier könne man auf ganz einfache Weise jungen Familien vermitteln, wie man früher frischen Apfelsaft macht und wie dieser schmeckt. Außerdem wurden an manchen Infoständen noch seltene Obstsorten wie etwa Quitten gezeigt oder alte, schon fast in Vergessenheit geratene Apfelsorten.

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