Griesheim (gu). Im Museum wurde am vergangenen Wochenende wieder fleißig gekeltert.
Im von den Landfrauen herbstlich dekorierten Museumshof konnten zahlreiche Besucher hautnah miterleben, wie aus frisch geernteten Äpfeln leckerer Most entsteht. Insgesamt neun Tonnen Äpfel aus zwölf verschiedenen Sorten wurden an den beiden Tagen verarbeitet.
Für die Durchführung des zweitägigen Kelterfestes war ein enormer Kraftakt nötig. Jeden Tag standen 30 ehrenamtliche, gut gelaunte Helfer bereit, um die Maschinen zu bedienen, Äpfel zu waschen, zu pressen und die Gäste zu bewirten. Ohne diesen unermüdlichen Einsatz der Freiwilligen wäre ein Fest in dieser Größenordnung undenkbar.
Für den allseits beliebten „Äppler“ waren rund 3000 Liter Most anvisiert, die in den nächsten Monaten reifen dürfen. Wer nicht so lange warten wollte, konnte den frischen Most direkt vor Ort erwerben. Neben dem klassischen Mostverkauf gibt es in diesem Jahr eine Neuerung. Erstmals wird der zu 100 Prozent reine Apfelsaft in praktischen Bag-in-Box-Kartonagen mit einem Fassungsvermögen von 3 oder 5 Litern angeboten. Wie Jürgen Gernand erläuterte, seien diese bis zu zwei Jahren haltbar.
Natürlich war auch für das leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt. Bei einem deftigen kleinen Imbiss konnten sich die Besucher stärken und den Apfelwein der „Bembel-Boys“ probieren. Auch die jüngsten Festgäste kamen nicht zu kurz. An beiden Tagen lud das beliebte Programm „Keltern mit Kindern“ dazu ein, den spannenden Prozess rund um den Apfel und die Mostherstellung spielerisch selbst zu entdecken.
