150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Seeheim-Jugenheim und den angrenzenden Kommunen waren ausgerückt, um den nächtlichen Vegetationsbrand zwischen Jugenheim und Alsbach zu bekämpfen. Foto: Feuerwehr Seeheim

Flammen auf drei Hektar

Flächenbrand zwischen Jugenheim und Alsbach/150 Einsatzkräfte vor Ort

Jugenheim/Alsbach (ps). In den Nachtstunden vom Montag, 3. August, waren mehr als 150 Feuerwehr-Einsatzkräfte mit über 40 Fahrzeugen aktiv, um ein massives Bodenfeuer zu bekämpfen, das zwischen Jugenheim und Alsbach ausgebrochen war. „Entlang der Landstraße 3100 zwischen Jugenheim und Alsbach, im Bereich ‚Laucken Loch‘ fraßen sich die Flammen durch die trockene Vegetation“, berichtet die Feuerwehr Jugenheim in einer Pressemeldung. Nach Eingang zahlreicher Notrufe bei der Leitstelle in Dieburg gegen 1.30 Uhr erfolgte zunächst die Alarmierung für die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Seeheim-Jugenheim.

„Da die zuerst eintreffenden Kräfte aufgrund der vorgefundenen Lage – in Kombination mit starkem Wind und einer daraus resultierenden Gefahr für die unmittelbar angrenzende Wohnbebauung – schnell eine Ausweitung der Lage erkannten, wurde die Alarmstufe umgehend erhöht. Im weiteren Verlauf wurden, neben allen Wehren der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, zahlreiche zusätzliche Einsatzkräfte aus umliegenden Gemeinden sowie weiteren Teilen des Landkreises alarmiert“, erklärt wiederum die Feuerwehr Seeheim. So waren neben den Feuerwehren aus Seeheim-Jugenheim auch Einsatzkräfte aus Alsbach-Hähnlein, Bickenbach, Pfungstadt sowie die Führungs- und Drohneneinheit aus dem Landkreis vor Ort, um die Ausbreitung der Flammen zu stoppen.

Bis an die Bebauungsgrenze und die Kleingartenanlage in Alsbach drang das Feuer vor, ehe die Löschmaßnahmen griffen und eine weitere Ausbreitung der Flammen erfolgreich gestoppt werden konnte. Im Anschluss fanden umfangreiche Nachlöscharbeiten im betroffenen Bereich statt, Einsatzende für die letzten Feuerwehrkräfte vor Ort war gegen 5 Uhr. Um sich ein genaues Bild der Lage zu machen setzten die Einsatzkräfte moderne Technik aus der Luft ein. Nach Auswertung der Drohnenbilder waren 28.000 Quadratmeter beziehungsweise drei Hektar Wiesen- und Böschungsflächen von dem Vegetationsbrand betroffen gewesen.

Der eindrucksvolle nächtliche Fackelschein des Feuers war weithin sichtbar. Fast drei Hektar Flächen wurden verbrannt. Foto: Feuerwehr Jugenheim

Vor Ort waren auch Kräfte von Polizei, Rettungsdienst und ein Betreuungszug des DRK. Die Einsatzleitung lag in Händen des Seeheim-Jugenheimer Gemeindebrandinspektors Stefan Katzer.

Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt war ebenso wie Seeheim-Jugenheims Bürgermeisterin Birgit Kannegießer vor Ort, beide verschafften sich ein Bild der Lage. „Wir sind hier dank des schnellen und sicheren Eingreifens der Wehren, noch mal mit einem blauen Auge davongekommen“, erklärte Bürgermeisterin Kannegießer in einer Mitteilung der Gemeinde. „Der Vorfall zeigt aber auch, wie hoch die Brandgefahr aktuell aufgrund der großen Trockenheit ist und wir möchten an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, sich an die zurzeit geltenden Regeln zu halten und alles zu vermeiden, was einen Brand auslösen kann.“

Dazu gehöre, dass Zigarettenkippen nicht einfach achtlos auf den Boden geworfen und Fahrzeuge nicht über trockenem Bodenbewuchs abgestellt werden sollten. Offenes Feuer ist gänzlich zu vermeiden. Beim Grillen sollte mit größter Sorgfalt agiert werden. „Denn bereits kleine Unachtsamkeiten können unter den aktuellen Bedingungen große Brände auslösen“, so die Bürgermeisterin.

Wer einen Brand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) zu informieren. Eine möglichst genaue Ortsbeschreibung hilft den Einsatzkräften, schnell zu reagieren.

Zur Brandursache und der Schadenshöhe laufen aktuell Ermittlungen der Polizei.

Bis an die Alsbacher Bebauungsgrenze rückten die Flammen vor, ehe sie von den Einsatzkräften gelöscht werden konnten. Foto: Flasche
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