Griesheim (gu). Seit 26. Juni lief der Aktionszeitraum „Sommer.Griesheim.(Er)Leben.“ und begleitete die temporären Umgestaltungen im Rahmen der Griesheimer Reallabore. Über zwei Monate wurden verschiedene Maßnahmen zur Neuordnung der Verkehrsführung und Umgestaltung der Plätze in der Martin-Luther-Straße sowie rund um den Georg-Schüler-Platz getestet. Mit einem Abschlussfest auf dem Georg-Schüler-Platz endete das Projekt. Neben einem Live-Auftritt der Band „Floydsat“ sorgten die Holzofen Gourmets mit handgemachter Pizza, die Bar Vibes mit leckeren Cocktails und das Lindz mit seinem Weinangebot am Abschlussabend für das leibliche Wohl der Besucher.
Zu Beginn des Festes begrüßte Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl die Anwesenden. „Es ist heiß in der Innenstadt. Das ist ein Problem und dagegen wollen wir etwas tun“, bekräftigte er und umriss nochmals das Projekt „Klimaquartier Innenstadt-Nord“, das auf drei Jahre angelegte Stadtentwicklungsprojekt zur Anpassung an den Klimawandel und zur Förderung des Klimaschutzes. Dabei sei das so genannte Reallabor ein zentrales Beteiligungsformat für die Lebensqualität in der Innenstadt, das Klimaanpassungsmaßnahmen im Straßenraum erproben soll. Gemeinsam mit den Bürgern wurden Maßnahmen identifiziert, ausgestaltet, umgesetzt und mit der Aktion „Sommer.Griesheim.(Er)Leben.“ bewusst unterschiedliche Maßnahmen ausgetestet.
„Wir haben gesehen, was man alles machen kann. 34 Events der verschiedensten Art haben hier stattgefunden und nun wollen wir schauen, wie sich das weiter entwickelt“, erklärte er.
Alle Bürger waren eingeladen bis 4. September ihre Erfahrungen, Anregungen und Kritik einzubringen. Die Rückmeldungen fließen nun in die Auswertung ein und bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Entscheidungen. Basierend auf dieser Auswertung wird die Stadt Griesheim eine Entscheidung zur weiteren Verkehrsführung in den beiden Arealen treffen.
Da die Änderung von Verkehrsführungen immer eine längere Gewöhnungsdauer braucht, soll die im Rahmen der Reallabore eingeführte Verkehrsführung bis zur vollständigen Auswertung der Umfrage, zunächst bis zum Zwiebelmarkt, erhalten bleiben. Das bedeutet, dass der Georg-Schüler-Platz weiter gesperrt bleibt und dort auch weiterhin keine Autos parken können.
