Johannes Kühn, technischer Betriebsleiter des Eigenbetriebs Schule (links), sowie Projektleiterin Astrid Hartmann während eines Pressetermins auf der Baustelle des Schülerforschungszentrums Bergstraße, dem einzigen seiner Art in Südhessen. Foto: Burmeister

Ein Forschungsraum für die Jugend

Mint-Zentrum nimmt allmählich Gestalt an

Bensheim (mic). Die Bauarbeiten kämen gut voran und man sei genau im Plan. Das sagte der technische Betriebsleiter Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft, Johannes Kühn, kürzlich bei einem Lokaltermin auf der Baustelle des Schülerforschungszentrums.

Das so genannte „Mint-Zentrum“ in direkter Nachbarschaft zur Geschwister-Scholl-Schule, soll ein Lern- und vor allem ein Experimentierort für den wissenschaftlichen Nachwuchs von Morgen, also Schülerinnen und Schüler aber auch Auszubildende, werden. „Mint“ steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Bau schreitet gut voran. Vor allem im Inneren des Gebäudes sind viele Handwerker beschäftigt, denn in nur wenigen Wochen, nämlich am 22. September, soll hier die Eröffnung gefeiert werden.

Das Schülerforschungszentrum, das einzige seiner Art in Südhessen, entsteht in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium. Vieles ist hier neu und modern, auch die Art des Bauens. Viel wert werde hier auf Nachhaltigkeit gelegt, wie Kühn mehrfach betonte. So werde bei vielen Gewerken meist nur verschraubt oder zusammengesetzt, aber nicht verspachtelt. Es werde auch nichts verklebt.

Der nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft gestaltete Holzbau sei eine Art Pilotprojekt. So werde beim Neubau auch daran gedacht, was einmal mit dem Gebäude passiert, wenn es vielleicht nach vielen Jahrzehnten seinen Zweck erfüllt hat und wieder abgerissen werden muss. Dann könnten viele der Bauelemente ganz einfach recycelt werden.

Das Mint-Zentrum bietet auf einer Fläche von 900 Quadratmetern zahlreiche Räume, darunter auch zwei komplett ausgestattete Labore für Chemie- und Physikexperimente. Schon jetzt ist ein Teil der Möbel und der technischen Ausstattung eingebaut. Noch herrscht auf der Baustelle aber ein „geordnetes Chaos“, Baumaterialien liegen herum, zahlreiche Kabel hängen von der Decke und es wird überall geschraubt, gesägt, gebohrt oder gehämmert.

Zentrales Element ist das große Foyer im Mittelpunkt des lichtdurchfluteten Gebäudes. Dieses bietet Platz für Ausstellungen, aber auch für Versammlungen oder Vorträge für bis zu 100 Personen. Dieser offene „Lehrraum“, wie er auch genannt wird, ist zugleich das Herzstück des zukünftigen Schülerforschungszentrums.

Außerdem entstehen hier statt der klassischen Klassensäle „flexibel nutzbare Lern- und Forschungslandschaften“. Schülerinnen und Schüler können hier eigenständig forschen und auch Experimente über einen längeren Zeitraum durchführen.

Damit erinnere das Raumkonzept eher an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen, wie Kühn ergänzte. Das „Mint“ soll zeigen, wie Lernen, Forschen und Nachhaltigkeit künftig zusammengehören können. Das Ganze wird auch von lokalen Firmen und Unternehmen unterstützt, die mit dem „Mint „kooperieren werden, denn möglicherweise findet sich ja hier der berufliche Nachwuchs von morgen.

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