Das lang ersehnte Schmuckstück für "Radeln ohne Alter Pfungstadt": Die neue Rikscha wurde geliefert. Foto: Schmitt

Die Rikscha ist da

Meilenstein für Pfungstädter Mobilitätsprojekt – Ausbildung läuft

Pfungstadt (rd). Aus Fahrschülern werden Piloten: Das Pfungstädter Rikschaprojekt ist einen wichtigen Schritt weiter. Die neue Rikscha ist inzwischen angekommen und hatte beim Spaß- und Mitmachfest „17 Ziele – 1 Stadt“ im Friedenspark ihren ersten eigenen öffentlichen Auftritt. Nun geht es darum, Erfahrungen auf der Straße zu sammeln.

Die angehenden Pilotinnen und Piloten sollen zunächst Fahrpraxis bekommen und geeignete Wege und Strecken in und um Pfungstadt erkunden. Anschließend sollen nach und nach die ersten Fahrgäste mitgenommen werden. Insgesamt gibt es nach Angaben von Sylvia Schmitt bereits 13 Piloten-Anwärter. Die neue Rikscha ist speziell auf den Einsatz mit Fahrgästen ausgelegt. Das Modell „Chat“ des Herstellers „Van Raam“ wiegt rund 95 Kilogramm und bietet auf einer etwa einen Meter breiten Sitzbank Platz für Fahrgäste mit einem Gesamtgewicht von bis zu 200 Kilo. Fahrer oder Fahrerin dürfen bis zu 120 Kilo wiegen. Die Rikscha ist gefedert und verfügt über eine Fahrbreite von rund 1,10 Metern. Für Steigungen wurde sie zusätzlich mit einer Berggang-Ausstattung versehen. Ein zweiter Akku erhöht die Reichweite, zudem kann ein Verdeck als Schutz vor Sonne und Regen angebracht werden.

Auch die nächsten Termine stehen fest. Vom 3. bis 5. September nimmt das Projekt an einem Netzwerktreffen in Worms teil. Am 11. September soll die Rikscha beim Kerbumzug zum Einsatz kommen und mobilitätseingeschränkte Mitglieder des Karnevalsvereins unterstützen. Parallel dazu beginnen die theoretischen Schulungen.

Einen weiteren wichtigen Schritt plant Schmitt für den 6. Oktober: In Bonn absolviert sie eine sogenannte Kapitänsschulung. Damit kann sie künftig in Pfungstadt selbst angehende Rikscha-Piloten praktisch ausbilden. Mit im Boot sind auch die Pflegeheime in Pfungstadt und Hahn. Noch in diesem Jahr sollen ein Schnuppertag sowie ein regelmäßiger Treff ins Leben gerufen werden. Zum Saisonstart im kommenden Jahr sind Übungsfahrten geplant. Dann soll die Rikscha regelmäßig eingesetzt werden und Menschen, die selbst nicht mehr so mobil sind, gemeinsame Ausfahrten ermöglichen.

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