Gronau (red). Die Sanierung der Wirtschaftswegbrücke am Wasenweg über den Meerbach ist abgeschlossen. Nach rund dreimonatiger Bauzeit kann die Brücke wieder genutzt werden. KMB-Verbandsvorsteher Frank Daum, Lars Stuckert, technischer Geschäftsführer des Zweckverbands Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB), sowie der Gronauer Ortsvorsteher Stefan Hebenstreit gaben das fertiggestellte Bauwerk am Mittwoch, dem 7. Oktober, offiziell frei.
Die Brücke liegt am Rand des Märkerwalds und führt den Wirtschaftsweg in Verlängerung der Märkerwaldstraße über den Meerbach. Sie wird laut einer Mitteilung des KMB insbesondere für die Land- und Forstwirtschaft genutzt, ist aber auch für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Wandernde von Bedeutung. Unter anderem verläuft der Europäische Fernwanderweg E1 über die Brücke.
Bei regelmäßigen Bauwerksprüfungen waren an der bestehenden Brückenkonstruktion deutliche Schäden festgestellt worden. Eine technische Untersuchung im Jahr 2024 hatte ergeben, dass die zulässige Gesamtlast auf zwölf Tonnen begrenzt werden musste. Da der Wirtschaftsweg auch für Holztransporte genutzt wird, sollte die Brücke künftig wieder deutlich höheren Belastungen standhalten.
Im Vorfeld habe man verschiedene Möglichkeiten zur Sanierung untersucht, so der KMB. Die Entscheidung fiel auf eine Lösung, bei der das bestehende Mauerwerksgewölbe erhalten werden konnte. Über dem vorhandenen Mauerbogen wurde eine neue, selbsttragende Stahlbetonplatte errichtet. Sie übernimmt künftig die Lasten und entlastet damit die bestehende Konstruktion. Die Brücke ist nun laut KMB für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 30 Tonnen ausgelegt.
Eine besondere Rolle bei der Planung und Umsetzung habe die sensible Lage des Bauwerks in einem Wasser- und Naturschutzgebiet gespielt. Die Maßnahme sei daher mit der Unteren Wasserbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Bergstraße abgestimmt gewesen.
Die Bauarbeiten wurden von Juli bis September 2026 ausgeführt. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich laut KMB auf rund 445.000 Euro.
