Lorsch (mic). Es ist Ende August, das neue Schuljahr läuft seit drei Wochen und auch die neue Lorscher Grundschule, die ja nach den ersten Planungen eigentlich schon mit Leben gefüllt sein sollte, geht nun langsam in den Endspurt. Mit Beginn des neuen Schulhalbjahres nach den Weihnachtsferien soll es aber soweit sein. Dann werden jene Schülerinnen und Schüler, die seit der Einschulung derzeit noch in den Containern der Wingertsbergschule untergebracht sind, in ihre neue Schule ein- beziehungsweise umziehen. Offiziell existiert die neue Grundschule schon, nur ist das Gebäude noch nicht bezugsfertig.
Dass das auch wirklich so passiert, das versprach Landrat Christian Engelhardt am vergangenen Montag bei einem Baustellenbesuch in der Marie-Curie-Grundschule. Der mit Holz-Fertigmodulen errichtete Neubau schaut von außen schon ansehnlich aus, fast könnte man meinen, das Gebäude sei bezugsfertig. Doch derzeit laufen die Innenarbeiten weiter und noch fehlen einige Elemente, darunter etwa Lampen, Möbel, Türen und noch einiges mehr. In einigen Räumen hängen noch Kabel von der Decke und auch die Farbgestaltung fehlt, in anderen ist aber schon der Teppichboden verlegt.
Die neue Grundschule wird in moderner Cluster-Bauweise errichtet. Ein ganzer Schuljahrgang wird sich einem eigenen Bereich der Schule lernen und sich aufhalten und bleibt hier, bis der Jahrgang dann die Schule nach der vierten Klasse verlässt. Man geht zur Schule wie in eine große, gemeinsame Wohnung. Diese hat einen eigenen Eingang mit Garderobe, in der man seine Schuhe auszieht. Pro Cluster gibt es jeweils vier Klassenzimmer pro Cluster und ein großes Wohnzimmer, das ebenfalls für verschiedene Nutzungen gedacht ist. Hinzu kommt ein Praxisraum für naturnahe Arbeiten oder Experimente. Auch die Pädagogen haben einen eigenen Bereich. Gegessen wird ebenfalls dezentral. Die neue Grundschule hat keine große Mensa, sondern jede Cluster beziehungsweise „Wohnung“ hat hierfür einen eigenen Bereich. Bei der Bauweise habe man auch an die immer heißer werden Sommer gedacht. Die Gebäude seien entsprechend gedämmt und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sorge für den nötigen Strom der klimatisierten Belüftungsanlage. Jeder Cluster bietet Platz für bis zu 100 Schülerinnen und Schüler.
„Nach dem Umzug kann dann auch endlich die heiß ersehnte Sanierung der Wingertsbergschule erfolgen“, wie Landrat Engelhardt abschließend ergänzte. Auch der Außenbereich werde nun sukzessive fertiggestellt. Der neue Schulhof soll reichlich grün werden, unter anderem mit schattenspendenden Bäumen.
