Was aus dem Feuerwehrhaus in Groß-Rohrheim wird, ist noch nicht raus. Wird es saniert? Gibt es einen Neubau? Wenn ja, was wird dann aus dem Altbau? Noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung fallen. Foto: Burmeister

Alt? Oder neu? Oder irgendwie beides?

Groß-Rohrheimer Bauausschuss diskutierte über Zukunft des Feuerwehrstandorts

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Was aus dem Feuerwehrhaus in Groß-Rohrheim wird, ist noch nicht raus. Wird es saniert? Gibt es einen Neubau? Wenn ja, was wird dann aus dem Altbau? Noch in diesem Jahr soll eine Entscheidung fallen. Foto: Burmeister

Groß-Rohrheimer Bauausschuss diskutierte über Zukunft des Feuerwehrstandorts

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Groß-Rohrheim (mic). Erneut ging es in der Sitzung des Ausschusses für Dorfentwicklung, Bau- und Umweltfragen um das Thema Feuerwehrgerätehaus. Im September hatte eine Fachplanerin der Kommunalpolitik vorgerechnet, dass ein Neubau nur unwesentlich teurer wäre als eine Sanierung des fast 30 Jahre alten Gebäudes samt Um- und Anbau für neue Fahrzeuge. Gleich zu Beginn wurde in der Sitzung vorgeschlagen, dass sich die Kommunalpolitik einmal bei einer Begehung des Feuerwehrgerätehauses vom aktuellen Ist-Zustand überzeuge. Das soll am 19. November geschehen.

Die Ausschussmitglieder hatten zudem auf eine klare Positionierung oder zumindest einen Tipp seitens des Kreisbrandinspektors (KBI) gehofft, quasi als Hilfe für eine Entscheidungsgrundlage, wie man denn nun weiter verfahren sollte. Denn allen ist klar, ein Neubau oder eine Sanierung kommt die Gemeinde im sprichwörtlichen Sinn teuer zu stehen. Bis zu sieben Millionen Euro Investitionskosten wurde seitens des Architekturbüros grob vorgerechnet. Eine Summe, die die Gemeinde aufbringen müsste, bei vielleicht nur geringen möglichen Zuschüssen aus Landesmitteln.

KBI Markus Strake hatte der Gemeinde mitgeteilt, dass er weder zum einen noch zum anderen Vorschlag etwas sagen werde. Das sei Sache der Gemeinde und der örtlichen Feuerwehr. Ella Bersch von der LiGR bedauerte diese Haltung des KBI. Sie hatte sich hier mehr Infos von fachlicher Seite versprochen. Walter Öhlenschläger von den Freien Wählern ergänzte, dass es aus Wiesbaden zwar immer neue gesetzliche Vorgaben zum Zustand und Bestand einer Freiwilligen Feuerwehr gebe, dann aber praktisch keine Zuschüsse. „Uns wird dann auch noch gesagt, dass wir für den Bestandsbau, wenn wir den zu früh nicht mehr nutzen wollten, sogar Fördermittel zurückzahlen müssten. Das passt nicht zusammen.“

Ludwig Klodtka (LiGR) hatte gleich mehrere Gründe für einen Neubau parat. Da sei zum einen die Steigerung der Attraktivität der Feuerwehr auch beim Nachwuchs in einem neuen Gebäude. Groß-Rohrheim wird sich weiter entwickeln, sowohl beim Gewerbe wie auch beim privaten Hausbau und die Fahrt durch die Jahnstraße bildet an einer Stelle ein gefährliches Nadelöhr, das bei Einsätzen Zeit kostet. Aber Klodtka wie auch allen anderen Ausschussmitgliedern ist nach eigener Aussage klar, dass man sich bei einem Neubau an einem anderen Standort auf jeden Fall auch Gedanken um eine neue Nutzung des bisherigen Feuerwehrhauses machen müsse. Und eine andere Nutzung bedeutet, dass man für das Gebäude Geld für Sanierung und Umbau in die Hand nehmen muss.

„Sollte das Gebäude später mal einer öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen, gäbe es hierfür aber Fördermittel“, ergänzte Bürgermeister Karsten Krug. Hinzu kämen bei einer Sanierung des Bestandsgebäudes aber auch noch weitere Kosten: Die Feuerwehr müsste für einige Monate in Container umziehen, um den laufenden Betrieb zu gewährleisten und Rettungseinsätze fahren zu können. Die Thematik wird nun in den Fraktionen intern beraten. Noch in diesem Jahr will man aber einen Grundsatzbeschluss fassen.

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