Startschuss mit Buzzer für die Koppelung der integrierten Leitstellen des Kreises Bergstraße und der Stadt Mannheim. Von links: Kreisbrandinspektor Markus Stracke, Volker Proffen, Bürgermeister der Stadt Mannheim, Landrat Christian Engelhardt und Christoph Scherer von der integrierten Leitstelle. Foto: Burmeister

Rettungskräfte besser vernetzen

Kopplung der Leitstellen des Kreises Bergstraße und Mannheim

Kreis BergstraßeMenschenRettungsdienstUmwelt

Rettungskräfte besser vernetzen

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Startschuss mit Buzzer für die Koppelung der integrierten Leitstellen des Kreises Bergstraße und der Stadt Mannheim. Von links: Kreisbrandinspektor Markus Stracke, Volker Proffen, Bürgermeister der Stadt Mannheim, Landrat Christian Engelhardt und Christoph Scherer von der integrierten Leitstelle. Foto: Burmeister

Kopplung der Leitstellen des Kreises Bergstraße und Mannheim

Kreis BergstraßeMenschenRettungsdienstUmwelt

Kreis Bergstraße (mic). Eine große Runde Beteiligter hatte sich am Freitagvormittag im Sitzungssaal des Landratsamtes eingefunden. Neben Vertretern des Kreises Bergstraße waren auch der Bürgermeister der Stadt Mannheim, Volker Proffen, sowie der Geschäftsführer der Integrierten Leitstelle der Quadratestadt und Thomas Näther, Amtsleiter von Feuerwehr Mannheim und Katastrophenschutz gekommen. Des Weiteren hatte Landrat Christian Engelhardt auch Kreisbrandinspektor Markus Stracke (KBI) zu diesem Pressegespräch eingeladen.

Ab sofort sind beide integrierten Leitstellen, also diejenige in Mannheim und die in Heppenheim, miteinander digital vernetzt. Nun wisse, beziehungsweise sehe jeder, was der andere auch auf seinem Bildschirm sieht. Sie halten genaue Informationen in Echtzeit über den Standort der Rettungskräfte im Einsatz. Das bahnbrechende an dieser Kopplung sei zudem, dass es nun auch länderübergreifend funktioniere. Eine Einrichtung, die gerade für den Kreis Bergstraße, der ja gleich an zwei Nachbarbundesländer grenze, von enormer Bedeutung sei, wie auch Landrat Engelhardt betonte.

Auch für Mannheim sei die Kopplung der beiden Leitstellen und somit auch der Zugriff auf die Rettungsmittel von hoher Bedeutung, wie Bürgermeister Proffen erklärte. Das helfe die Sicherheit der Region Rhein-Neckar zu verbessern. Nun könne man viel schneller festlegen oder entscheiden, welches Rettungskräfte wann wohin geschickt werden.

Die Leitstelle sehe bei einem eingehenden Notruf sofort, welches Fahrzeug in der Nähe sei. Früher habe man dazu erst den anderen anrufen müssen. Das entfalle nun und sorge für eine Verkürzung der Aktionszeit um bis zu eineinhalb Minuten, wie Markus Stracke ergänzt. Bei bestimmten Einsätzen mit Menschen in akuter gesundheitlicher Not könnten wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden.

Christoph Scherer von der integrierten Leitstelle Mannheim macht das Ganze an einem Szenario deutlich: Meldet eine Person einen Notfall irgendwo im Freien im Grenzgebiet auf hessischer Seite, so würde normalerweise ein Rettungswagen aus Heppenheim losfahren. Jetzt könnte aber ein viel näher stationiertes Mannheimer Rettungsfahrzeug, das sich vielleicht in der Nähe befindet, direkt dorthin geleitet werden. Auch das spare Zeit. „Teilweise vier bis fünf Minuten schneller. Das ist ein echter Quantensprung“, wie Kreisbrandinspektor Stracke ergänzt.

Das System erfasst aber nicht nur medizinische Rettungsfahrzeuge, sondern auch diejenigen von Feuerwehr und THW. Gerade wenn es um das Nachbeordern von Einsatzfahrzeugen geht – etwa bei einem Großbrand – könnten dann viel schneller länderübergreifend andere Wehren angefordert werden, denn Status und Standort jedes einzelnen Fahrzeuges ist nun erfasst und für beide Leitstellen ersichtlich.

Wie Scherer weiter erklärte, gab es bislang jährlich rund 1500 Telefonate zwischen Mannheim und der Leitstelle in Heppenheim, umgerechnet etwa 29 Gespräche in der Woche. Das entfalle nun. Etwa 200 Mal im Jahr hätten Rettungskräfte aus Hessen die Kollegen in Mannheim unterstützt sowie in gleicher Zahl auch umgekehrt.

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