Moderator Klaus Schmidt, Landrat Christian Engelhardt, Thorsten Forell, Bürgermeister Helmut Glanzner und Landtagsabgeordnete Birgit Heitland (v.l.) bei der Jubiläumsfeier des Radfahrervereins. Foto: Volk

Eine lange Erfolgsgeschichte

Radfahrerverein Einhausen feierte 100-jähriges Jubiläum

EinhausenJubiläumSportVereine

Eine lange Erfolgsgeschichte

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Moderator Klaus Schmidt, Landrat Christian Engelhardt, Thorsten Forell, Bürgermeister Helmut Glanzner und Landtagsabgeordnete Birgit Heitland (v.l.) bei der Jubiläumsfeier des Radfahrervereins. Foto: Volk

Radfahrerverein Einhausen feierte 100-jähriges Jubiläum

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Einhausen (vomi). Der Radfahrerverein der Weschnitz-Gemeinde wird heuer 100 Jahre alt. Gemeinsam mit Gästen aus Sport, Politik und befreundeten Vereinen feierte man den besonderen Geburtstag im Rahmen eines Festabends in der Mehrzweckhalle. Der erste Vorsitzende des Vereins, Thorsten Forell, erklärte, dass man ein solch besonderes Jubiläum nur feiern könne, weil man während der ganzen Zeit von 1926 bis heute Mitstreiter in seinen Reihen habe, die sich ehrenamtlich engagierten.

Mit einem abwechslungsreichen Programm, das von Klaus Schmidt moderiert wurde, blickte das Verein auf das vergangene Jahrhundert zurück. Den Auftakt machte hier ein kurzweiliger Film, in dem unter anderem Sportler und Funktionäre zu Wort kamen, die den Verein in verschiedenen Funktionen prägten.

Während seiner Laudatio nahm Bürgermeister Helmut Glanzner die Gäste mit auf eine Reise durch die Geschichte der lokalen Radsportler. Der Verwaltungschef führte aus, dass die Männer, die den Verein 1926 gegründet hatten, nicht ahnten, dass sie hiermit den Grundstein für eine äußerst erfolgreiche Historie legten. Nach der Gründung standen zunächst nur gemeinsame Radtouren auf dem Programm. Drei Jahre später kam das Kunst- und Reigenfahren hinzu.

Während des Zweiten Weltkrieges und danach ruhte das Vereinsleben, aber bereits im Jahr 1948 konnte der Verein drei Kunst- und Reigenmannschaften, eine Radballmannschaft und eine Hochradgruppe sein eigen nennen.

Mit dem Gewinn der ersten Hessenmeisterschaft im Einer Kunstradfahren begann 1957 eine neue Epoche im Verein. Nach und nach kamen immer mehr Kinder und Jugendliche, um das Kunstradfahren zu erlernen. Die erste Deutsche Meisterschaft gewann Ella Diehl 1960 im Einer-Kunstradfahren. Bis heute konnte man im Einzel und in der Mannschaft stolze 48 Deutsche Meisterschaften und drei Europameisterschaften gewinnen.

Höhepunkt der sportlichen Erfolge war der Gewinn der Weltmeisterschaft 1997. Yvonne Jäger und Katja Schelshorn gewannen im Zweier-Kunstradfahren in Winterthur/Schweiz nicht nur den Titel, dass Duo stellte mit 304,37 Punkten auch einen neuen Weltrekord auf. Trainiert wurden sie von Renate Fillauer. Engagiert war der Verein auch im Bereich Radrennen. Unter der Leitung von Algis Oleknavicius veranstaltete man hier nicht nur Deutsche Meisterschaften, es kamen auch Stars wie Jan Ulrich und Erik Zabel zum Entega-Cup in die Weschnitz-Gemeinde.

Landrat Christian Engelhardt verlieh den Landesehrenbrief an den ersten Vorsitzenden des Radfahrervereins, Thorsten Forell. Während seiner Ansprache machte der Politiker deutlich, dass Forell seit einigen Jahrzehnten ein „wahres Vorbild“ in Sachen ehrenamtliches Engagement sei. Er war nicht nur als Sportler und Trainer aktiv, er fungierte auch als Kampfrichter. Thorsten Forell war im Vorstand als Fachwart für Radball und Kassenwart aktiv. Seit 2023 ist er Vorsitzender des Vereins. Neben den Radsportlern bringt er sich auch beim Schützenverein seit vielen Jahren ein. Hier ist er seit 2010 Kassenwart und seit 2015 Spartenleiter für Kurz- und Langwaffen. Unter großem Beifall überreichte der Landrat die Urkunde und die Ehrennadel an Thorsten Forell.

Weiter wurden Rudi Brunnengräber, Klaus Freudenberger, Algis Oleknavicius und Waldemar Gutschalk auf Landesebene der Radsportler geehrt. Die Vorsitzende des Sportkreis Bergstraße, Sybille Becker, verlieh Thomas Kohlen den Ehrenbrief des Kreises.

Vom Verein wurden für 15 Jahre Anna-Lena Paulin und für 25 Jahre Claudia Walter geehrt. Für 40 Jahre: Christian Kaplan-Reiterer, Alexander Kaplan-Reiterer, Katja Karg, Tobias Rückert und Oliver Vettel. 50 Jahre: Markus Würsching und Ute Kubasta. 60 Jahre: Maria Tahlmeier und Friedrich-Paul Gundolph. 65 Jahre: Elfriede Olf, Christel Rapp, Ilse Zedka, Klaus Freudenberger und Philipp Glanzner. 70 Jahre: Rudi Brunnengräber, Hans Forell, Waldemar Gutschalk und Renate Fillauer. Auf stolze 75 Jahre kam Philipp Neumann.

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