Die Stadt Bensheim setzt sich für ein eigenes Kennzeichen ein und unterstützt eine bundesweite Initiative von Städten und Kommunen. Foto: Stadt Bensheim

„BEN“ für Bensheim

Initiative für eigenes Kfz-Kennzeichen gewinnt an Bedeutung

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Die Stadt Bensheim setzt sich für ein eigenes Kennzeichen ein und unterstützt eine bundesweite Initiative von Städten und Kommunen. Foto: Stadt Bensheim

Initiative für eigenes Kfz-Kennzeichen gewinnt an Bedeutung

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Bensheim (red). Ein eigenes Kfz-Kennzeichen für Bensheim: Die Stadt hält an ihrem Ziel fest, künftig die Ortskennung „BEN“ neben „HP“ zu ermöglichen. Bundesweit wächst die Unterstützung für zusätzliche Kennzeichen, die Städte und Gemeinden sichtbarer machen und die Verbundenheit mit dem Heimatort stärken sollen. Für Bensheimer Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen wäre ein Wechsel zu „BEN“ freiwillig, erklärt die Stadt Bensheim in einer Mitteilung. Sie tragen die Kosten – wie bei anderer Inanspruchnahme der Dienste der Zulassungsstelle auch.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich im September 2025 mehrheitlich für die Einführung von „BEN“ als neues Kfz-Kennzeichen für die Stadt Bensheim ausgesprochen und folgte damit der Initiative von Bürgermeisterin Christine Klein. In einem Schreiben an den hessischen Verkehrsminister Kaweh Mansoori betonte Klein den Stellenwert von „BEN“ als wertvolle Möglichkeit des Stadtmarketings. Zudem werde die lokale Identifikation mit der Stadt Bensheim gestärkt.

Staatsminister Mansoori teilte laut der Stadt in seinem Antwortschreiben die Argumentation der Bürgermeisterin und forderte die Bundesregierung auf, die Fahrzeug-Zulassungsverordnung zu überarbeiten.

Außerdem schloss sich Bensheim einer von der Stadt Rodgau koordinierten Initiative hessischer Kommunen an. „Ein eigenes Kennzeichen ist weit mehr als eine Buchstabenkombination auf dem Nummernschild. Es schafft Sichtbarkeit, stärkt die Identifikation mit der eigenen Stadt und trägt dazu bei, Bensheim auch über die Grenzen des Kreises Bergstraße hinaus bekannter zu machen“, erklärt Bürgermeisterin Christine Klein.

Ein wichtiger Schritt folgte im März 2026: Der Bundesrat forderte die Bundesregierung mit großer Mehrheit auf, die Fahrzeug-Zulassungsverordnung zu überarbeiten und zu liberalisieren. Ziel ist es, zusätzliche Ortskennzeichen auch ohne die Gründung eines neuen Zulassungsbezirks zu ermöglichen.

Mittlerweile unterstützten mehr als 100 Städte und Gemeinden mit jeweils mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Initiative. Gemeinsam repräsentieren sie mehr als 3,3 Millionen Menschen. Die breite Unterstützung unterstreiche das gemeinsame Interesse, kommunale Identität und regionale Verbundenheit durch eigene Kennzeichen sichtbarer zu machen.

Wie groß die Bedeutung solcher Kennzeichen ist, zeigt laut Stadtverwaltung Bensheim ihre bisherige Entwicklung: Seit der Reform der Zulassungsverordnung von 2012 wurden nach einer Studie der Hochschule Heilbronn fast sieben Millionen Fahrzeuge mit wieder eingeführten Altkennzeichen zugelassen. Von einer möglichen Neuregelung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung könnten bundesweit rund 10,5 Millionen Menschen in Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern profitieren.

Die Einführung zusätzlicher Kfz-Kennzeichen ist noch nicht beschlossen. Der Bundesrat hat die Bundesregierung zunächst aufgefordert, einen entsprechenden Reformvorschlag vorzulegen. Wann und in welcher Form die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, ist derzeit offen.

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