Gernsheim (mic). Leider nichts Gutes konnte Bürgermeister Peter Burger zu Beginn der jüngsten Bauausschusssitzung verkünden: In der vor wenigen Monaten erst seiner Bestimmung übergebenen Kita Rheinakrobaten wurde ein Schimmelbefall festgestellt. Genauer gesagt in einem Raum des U3-Bereichs. Der Schimmelbefall resultiert vermutlich aus einem Wasserschaden; die genaue Ursache, woher die Feuchtigkeit kommt, wurde bislang aber noch nicht gefunden. So müssen ein oder gar mehrere Gipskartonwände entfernt und erneuert werden. „Vielleicht muss auch ein Teil des Estrichs entfernt werden“, ergänzte Burger. Im schlimmsten Fall müsse der gesamte U3-Bereich vorübergehend geschlossen werden. Darüber wurden die betroffenen Eltern bereits informiert, ergänzte Burger.
Und die Stadt plant auch schon Ausweichmöglichkeiten für Kinder und Kitapersonal – entweder in einem Container oder im Kindergarten Eulennest. Das Ganze (inklusive der Ursachenforschung) fällt aber noch in den Bereich der Gewährleistung durch das ausführende Bauunternehmen. Wie vom Bürgermeister noch zu erfahren war, ist die Raumluft der Kita insgesamt aber frei von Schimmelsporen. Hier konnte er Entwarnung geben.
Der nächste Tagesordnungspunkt war eigentlich nur als es um die Abstimmung des Prüfantrages ging strittig. Zum Prüfantrag der BPG-Fraktion hatte die CDU einen Änderungsantrag gestellt. Über den hätte nach Ansicht von Tobias Fetsch eigentlich zuerst abgestimmt werden sollen. Nach einer mehrminütigen Sitzungsunterbrechung kam es dann auch genauso. Der Änderungsantrag der CDU wurde zuerst abgestimmt, mehrheitlich angenommen und machte dann die weiteren Forderungen im Prüfantrag der BPG obsolet. Demnach soll nun bei den Planungen der Sanierung der Magdalenenstraße geprüft werden, mit welchen Kosten beim Umbau zu rechnen ist – und zwar im gesamten Abschnitt von der Einmündung in die Wormser Straße bis zur Einfahrt in den verkehrsberuhigten Bereich. Die BPG hatte eine Prüfung nur für einen Teilbereich gefordert. Neben einem neuen Pflaster mache es aber auch Sinn, so ergänzte Bürgermeister Burger, eventuell den Kanal gleich mit zu erneuern. Das sollte in die Kostenberechnungen aufgenommen werden.
Diesem Antrag, im Zusammenhang mit der Straßensanierung, schlossen sich auch die Grünen an. Sie schlagen vor, zu prüfen, welche Kosten bei der Installation von so genannten (versenkbaren) Hochsicherheitspollern entstehen. Auch dieser Antrag wurde einstimmig ans Stadtparlament empfohlen. Ein weiteres Thema war der Hitzeschutz an beziehungsweise in den Gernsheimer Kindergärten. Ihren Prüfantrag zog die SPD aber nach kurzer Info durch den Bürgermeister wieder zurück. Man wolle kein Papieraufwand produzieren sondern Ergebnisse. Wie Peter Burger erklärte, sind an vielen Kitas bereits Konzepte umgesetzt. So gibt es in einigen Einrichtungen Klimaanlagen und/ oder Jalousien an Fenstern. Notwendige Maßnahmen sollten neben den städtischen aber auch an den Kitas mit konfessioneller Trägerschaft umgesetzt werden.
Es mache keinen Sinn überall alles zu machen. „Die Einrichtungen oder genauer gesagt das Kitapersonal kommt auf uns zu und sagt, was benötigt wird und dann werden wir das umsetzen“, sagte Burger. Dies sei der bessere Weg. Dem konnte auch die SPD zustimmen. Einhellige Zustimmung gab es für den Prüfantrag der Freien Wähler, die die Installation einer klimafreundlichen, barrierefreien Toilette am Friedhof Allmendfeld befürworten. Aufgestellt werden soll eine sogenannte autarke Komposttoilette, die ohne Strom, Wasser sowie einen Abwasserkanal funktioniert. Über den genauen Standort müsste man sich dann noch einigen. Das Thema soll zudem noch im Ortsbereirat beraten werden.
