Pfungstadt (rd). 89.895 Kilometer, 1268 aktive Radelnde und 27 Teams: Beim diesjährigen Stadtradeln in Pfungstadt sind wieder viele Menschen für mehr Klimaschutz und nachhaltige Mobilität aufs Fahrrad gestiegen. Besonders groß war die Beteiligung der jungen Generation. 1084 Schülerinnen und Schüler sammelten während des Aktionszeitraums Kilometer.
Beim Abschlussfest am Moorhaus wurde nun Bilanz gezogen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement gedankt. Nach Angaben der Stadtradeln-AG wurden durch die gefahrenen Kilometer rechnerisch rund 15 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Neben der gemeinsamen Bilanz standen auch die erfolgreichsten Teilnehmenden im Mittelpunkt. Geehrt wurde in mehreren Kategorien. Auszeichnungen gab es für Einzelfahrerinnen und Einzelfahrer sowie für Teams und Schulen. Dabei wurden jeweils die vorderen Plätze gewürdigt.
Constanze Seidelmann von der Stadtradeln-AG nutzte den Abschluss auch, um all jenen zu danken, die die Aktion unterstützt und möglich gemacht hatten. Dazu gehörten neben den Organisierenden und Teilnehmenden auch die Naturfreunde, bei denen das Abschlussfest stattfinden konnte.
Ein sichtbares Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz kam beim Abschluss hinzu: Am Moorhaus wurde eine Flatterulme gepflanzt. Um den Baum und dessen Pflanzung kümmerte sich nach Angaben Seidelmanns der städtische Forstwirt Oliver Mihaly. Die Aktion knüpfte zugleich an die Initiative „Pflanz einen Baum mit uns!“ des Vereins Pfungstadt lebenswert an.
Die Flatterulme, botanisch Ulmus laevis, kann eine stattliche Größe erreichen: Bis zu 35 Meter hoch und rund 250 Jahre alt kann der Baum werden. Damit bleibt vom diesjährigen Stadtradeln neben den rund 90.000 gefahrenen Kilometern auch etwas Dauerhaftes zurück.Ganz selbstverständlich ist eine Neuauflage im kommenden Jahr allerdings noch nicht. Das Land Hessen hatte 2026 die Teilnahmegebühren für das Stadtradeln der hessischen Kommunen übernommen. Nach aktuellen Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums läuft diese Landesförderung für das Stadtradeln im Zuge der Haushaltskonsolidierung aus; für Pfungstadt müsste die Finanzierung damit neu geklärt werden. Seidelmann bezifferte den benötigten Betrag auf etwa 1100 bis 1500 Euro. Die Stadt prüfe bereits Möglichkeiten, auch Sponsoring sei denkbar. Nicole Sperber, Stadtverordnete und nach eigenen Worten auch „Vereinsmensch“, zeigte sich beim Abschluss zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann.
So soll die Flatterulme am Moorhaus möglichst nicht das Ende, sondern eines Tages auch die Erinnerung an eine weitere Etappe des Pfungstädter Stadtradelns sein.
