Eschollbrücken (red). Die amtierende Brunnenkönigin von Eschollbrücken, Sandra Vetter, nahm kürzlich gemeinsam mit Ortsvorsteher Jörg Berbalk, ihrem Ehemann und ihrer Mutter am Empfang der Hessischen Hoheiten bei Ministerpräsident Boris Rhein im Schloss Biebrich in Wiesbaden teil. Der Empfang würdigt die vielfältigen Repräsentantinnen und Repräsentanten hessischer Traditionen, Feste und regionaler Kultur, heißt es in einer Pressemitteilung.
Mit Sandra Vetter war auch die besondere Eschollbrücker Tradition des Brunnenfests der „Dummbabbler“ im festlichen Rahmen des Biebricher Schlosses vertreten. Die Brunnenkönigin wird jedes Jahr im Zuge des Brunnenfests ermittelt – und zwar nicht durch eine Wahl, sondern durch einen Wettbewerb am historischen Torfbrunnen in Eschollbrücken.
Dabei würden die Kandidatinnen Geschick, Konzentration und auch ein wenig Glück beweisen. Mit einer Angel müssen sie Gummientchen aus dem Torfbrunnen angeln. Auf der Unterseite jedes Entchens befindet sich eine Nummer, die während des Angelns nicht sichtbar ist. Diese Nummer entscheidet über die jeweilige Punktzahl. Nach insgesamt fünf Angelvorgängen gewinnt die Teilnehmerin mit der höchsten Gesamtpunktzahl den Titel der neuen Brunnenkönigin, berichten die Organisierenden.
„Die traditionsreiche Ermittlung der Brunnenkönigin ist seit vielen Jahren ein besonderer Höhepunkt des Brunnenfests. Sie begeistert regelmäßig sowohl die Teilnehmerinnen als auch die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer und verbindet auf charmante Weise gemeinschaftliches Feiern, lokalen Humor und die Pflege Eschollbrücker Identität“, sagt Ortsvorsteher Berbalk. Es sei schön und wichtig, dass auch solch gewachsene örtliche Traditionen auf Landesebene wahrgenommen würden. „Unsere Brunnenkönigin steht stellvertretend für das Engagement der Dummbabbler und für ein lebendiges Vereins- und Gemeinschaftsleben in Eschollbrücken“, so Berbalk weiter.
