Eine unerfreuliche Ausbeute an achtlos weggeworfenem Unrat ergab eine Müllsammelaktion vom Nachwuchs des Angel- und Gewässerschutzvereins, die sogar ein Stellnetz zum illegalen Fischfang zu Tage brachte. Foto: Verein

Von achtlos bis illegal

ASV-Jugend sammelte Müll und entdeckte Stellnetz

Von achtlos bis illegal

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Eine unerfreuliche Ausbeute an achtlos weggeworfenem Unrat ergab eine Müllsammelaktion vom Nachwuchs des Angel- und Gewässerschutzvereins, die sogar ein Stellnetz zum illegalen Fischfang zu Tage brachte. Foto: Verein

ASV-Jugend sammelte Müll und entdeckte Stellnetz

Pfungstadt (red). Am vergangenen Samstag tauschte die Jugend des Angel- und Gewässerschutzvereins (ASV) für einige Stunden Angelrute gegen Handschuhe und Müllsack. Gemeinsam mit ihren Betreuern trafen sich die jungen Vereinsmitglieder am Modau-Sandbachwehr, um die Uferbereiche von Modau und Sandbach von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien, wie der Verein berichtet.

In mehreren Gruppen wurden zunächst die Ufer der Modau abgelaufen und anschließend noch ein Teilabschnitt des Sandbachs gereinigt. Das Ergebnis nach rund drei Stunden sei beachtlich und zugleich erschreckend gewesen: Vier große Müllsäcke mit jeweils 120 Litern Fassungsvermögen konnten mit eingesammeltem Unrat gefüllt werden.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte der Fund eines Stellnetzes, das im Gebüsch unmittelbar am Gewässer entdeckt wurde. „Solche Netze können zum illegalen Fischfang eingesetzt werden und stellen zudem eine erhebliche Gefahr für Fische und andere Tiere dar“, sagt ASV-Vorsitzender Sven Buttler. Das Netz sei von den Vereinsmitgliedern unschädlich gemacht und anschließend fachgerecht entsorgt worden. Der ASV beobachte die illegale Fischerei an seinen betreuten Gewässern mit zunehmender Sorge.

Für den Verein stehe bei solchen Aktionen besonders die Arbeit mit der nächsten Generation im Mittelpunkt. „Jugendarbeit im Angelverein bedeutet für uns weit mehr, als Kindern und Jugendlichen das Angeln beizubringen. Genauso wichtig sind Kameradschaft, Verantwortung und ein respektvoller Umgang mit unserer Natur und unseren Gewässern“, so Buttler weiter. Dabei sieht dieser insbesondere die Erwachsenen in der Verantwortung: „Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und der nächsten Generation zeigen, dass Naturschutz und Angeln untrennbar zusammengehören. Wer unsere Gewässer und die Natur nutzt, sollte auch bereit sein, Verantwortung für ihren Erhalt zu übernehmen.“

Ein positives Vorbild seien dabei auch die Pfungstädter Umweltpaten, die sich bereits seit längerer Zeit für eine saubere Umwelt einsetzen. „Das Engagement der Umweltpaten zeigt, was man erreichen kann, wenn Menschen Verantwortung für ihre unmittelbare Umgebung übernehmen. Auch das hat uns darin bestärkt, solche Aktionen künftig wieder stärker in unsere Vereins- und Jugendarbeit einzubinden“, sagt Buttler. Trotz der laut Verein „erschreckenden Menge an Müll“ zog der ASV ein positives Fazit. Buttler: „Die Jugendlichen waren mit viel Einsatz bei der Sache und konnten ganz praktisch erleben, welchen Beitrag jeder Einzelne zum Schutz der heimischen Natur und Gewässer leisten kann.“

Nach rund drei Stunden Arbeit gab es für die fleißigen Helferinnen und Helfer noch eine gemeinsame Stärkung. Müllsammelaktionen wie diese sollen laut ASV-Pressemitteilung künftig wieder regelmäßig Bestandteil der Jugendarbeit und der Jahresplanung des Vereins werden.

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