Gernsheim (red). Frische Waldluft, Vogelgezwitscher und der intensive Duft von Douglasien – beim Treffen naturbegeisterter Menschen des Vogel- und Naturschutzvereins Gernsheim gab es laut einem Bericht für die 22 Teilnehmenden viel zu entdecken. Gemeinsam mit den Kräuterpädagoginnen Gaby Kissel und Elke Albrecht machten sie sich am vergangenen Sonntag auf den Weg durch den Gernsheimer Wald.
„Dabei ging es nicht um einen Vortrag, sondern um gemeinsames Entdecken und den Austausch von Erfahrungen. Samenstände, Wild- und Heilpflanzen sowie weniger bekannte Gewächse wie Waldziest und Ufer-Wolfstrapp weckten die Neugier“, berichtet der Verein. Auch den Vogelstimmen wurde aufmerksam gelauscht. Anja Wiener, angehende Kräuterpädagogin und versierte Kennerin von Vogelstimmen, konnte einige Rufe zuordnen und die Teilnehmenden entsprechend aufklären.
Besonders viel Gesprächsstoff lieferten die „wilden Früchte“: Weißdorn, Schlehe, Schwarzer Holunder und Hagebutten sind derzeit reif. Tipps zur Verwendung machten die Runde, einige Beeren wurden auch gesammelt. Gleichzeitig erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie wertvoll diese Sträucher für Vögel und Insekten sind. „Beim Pfaffenhütchen galt dagegen: anschauen ja, verzehren nein – die auffälligen Früchte sind für Menschen giftig“, so der Verein weiter.
Nach der Wanderung wartete am Vereins-Blockhaus eine gemütliche Stärkung mit Würstchen, Kuchen, Kaffee und Getränken. Zum Abschluss wurde noch gemeinsam Wildkräutersalz gemörsert, probiert und abgefüllt.
Die nächsten Ideen haben Gaby Kissel und Elke Albrecht laut dem Vogel- und Naturschutzverein bereits im Kopf. Weitere Termine sollen demnach folgen.
