Pfungstadt (red). Der Filmabend des Fördervereins kommunales Kino zeigt am Donnerstag, 9. Juli, um 20.15 Uhr im Saalbaukino in der Lindenstraße das bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Politdrama „Gelbe Briefe“. Darin geht es um ein Ehepaar aus Ankara, das wegen angeblichen Aufbegehrens gegen den Staat verklagt wird.
„Das Drama von ‚Lehrerzimmer‘-Regisseur Ilker Çatak macht spürbar, wie ein autoritärer Staat kritische Geister erst beruflich, dann privat zerbricht – und wie Existenzangst selbst die stärkste Liebe ins Wanken bringt“, sagt Monika Hübenbecker vom Kino-Förderverein. „Blaue Briefe mussten einst Schulkinder fürchten, deren Versetzung gefährdet war – ‚gelbe Briefe‘ flattern in der Türkei bis heute ins Haus, wenn der Staat missliebige Angestellte entlässt“, so Hübenbecker weiter.
Zum Inhalt: Als angesehenes Künstlerehepaar leben Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer), gemeinsam mit ihrer Teenager-Tochter Ezgi (Leyla Cabas) im türkischen Ankara ein zufriedenes Familienleben. Als sie jedoch bezichtigt werden, sich gegen den Staat aufzulehnen, verlieren beide scheinbar willkürlich von einen auf den anderen Tag ihre Arbeit und ihre gesamte Lebensgrundlage. Gezwungenermaßen geht die Familie nach Deutschland ins Exil, doch ihren Kampf für Gerechtigkeit, ein Leben in Würde sowie für ihre Ideale als Kunstschaffende geben Derya und Aziz nicht auf. Die gesamte Familie wird durch die politische Verfolgung auf die Probe gestellt, besonders leidet allerdings die Beziehung der Eltern zu ihrer heranwachsenden Tochter…
Einlass ist um 19.30 Uhr, zur Begrüßung erhalten die Gäste ein Glas Sekt.
Preise, Kartenreservierung und weitere Infos: kino-pfungstadt.de
