Bensheim (mic/red). Der hessische Innenminister Roman Poseck machte kürzlich in Bensheim Station. Im Sitzungssaal des Rathauses verlieh er das Kompass-Siegel für Cybersicherheit an die Stadt. Bensheim ist damit die vierte hessenweite Trägerin des Siegels, das bislang die Stadt Fulda, das Landkreis Fulda und die nordhessische Stadt Zierenberg erhalten haben.
„Ich bin nicht nur Stolz auf diese Auszeichnung, sondern auch auf das, was meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier in den vergangenen Jahren geleistet haben“, erklärte Bürgermeisterin Christine Klein in ihrer Begrüßungsrede. Das Thema Digitalisierung und hier vor allem deren Schutz vor Angriffen habe in der Stadtverwaltung einen sehr hohen Stellenwert, sagte Klein.
Seit 2022 hat Bensheim viel Geld in die IT-Sicherheit der Verwaltung investiert. Das waren bislang rund 524.000 Euro. „Das sind etwa rund 185.000 Euro im Jahr“, so die Bürgermeisterin. Neben der Technik sei es in fortlaufenden Schulungen auch immer um die Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für dieses Thema gegangen.Bensheim hat sich gegen 15 Städte und Gemeinden durchgesetzt, die ebenfalls an dem Wettbewerb teilgenommen hatten.
„Es gibt keine Sicherheit mehr ohne Cyber-Sicherheit. Die Digitalisierung ist heute ein ganz wichtiger Lebensnerv und der ist verwundbar“, sagte Minister Poseck anschließend. Aber Bensheim ist, was den Schutz der IT in der Verwaltung betrifft, hessenweit ein Vorbild. Wie der Innenminister noch ergänzte, gab es in 2024 rund 20 Cyberangriffe auf hessische Kommunen beziehungsweise deren Verwaltungen. Daher sei die Abwehr solcher Angriffe aus dem Netz ganz besonders wichtig. Als ein negatives Beispiel nannte der den Cyberangriff auf Rodgau, der die dortige Stadtverwaltung tagelang lahmgelegt hatte.
„Die Stadt Bensheim ist in Sachen IT-Sicherheit sehr gut aufgestellt“, erklärte Poseck und überreichte Urkunde und Siegel-Plakette. Hundertprozentige Sicherheit gebe es aber nicht.
