Lampertheim/Kreis Bergstraße (mic). Wer sich über Selbsthilfeangebote in der Region informieren möchte, hat dazu am kommenden Samstag, 20. Juni, Gelegenheit. Beim 24. Tag der Selbsthilfegruppen im Kreis Bergstraße präsentieren sich von 10 bis 13.30 Uhr in der Kernstadt (Kaiserstraße) in Lampertheim 16 Selbsthilfegruppen und Initiativen aus der Region. Der Selbsthilfetag im Kreis Bergstraße hat sich seit vielen Jahren als fester Bestandteil im Veranstaltungskalender etabliert. Das Konzept ist dabei ebenso einfach wie erfolgreich: Menschen können sich während ihres Stadtbummels anonym und unverbindlich über die Arbeit von Selbsthilfegruppen informieren, Fragen stellen und erste Kontakte knüpfen.
„Selbsthilfegruppen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres sozialen und gesundheitlichen Unterstützungssystems. Sie bieten Menschen in schwierigen Lebenssituationen die Möglichkeit, Verständnis, Austausch und neue Perspektiven zu finden“, erklärte Heike Kopf-Rohner bei der Vorstellung der Veranstaltung im Lampertheimer Stadthaus. Schätzungen zufolge engagieren sich bundesweit rund 3,5 Millionen Menschen in bis zu 100.00 Selbsthilfegruppen. Auch im Kreis Bergstraße ist die Selbsthilfe ein wichtiger Bestandteil der Unterstützungslandschaft. Derzeit gibt es hier rund 90 Selbsthilfegruppen.
Zahlreiche Gruppenleitungen waren auch beim Pressegespräch zugegen und stellten sich und ihre Themen kurz vor. Zwei Schwestern der noch recht jungen Alpha 1 Selbsthilfegruppe Rhein-Neckar Odenwald klärten kurz auf über diese seltene, erblich bedingte Lungenkrankheit und darüber, dass es gerade bei solch seltener Erkrankung sehr schwer sei, andere Betroffene zu finden, mit denen man sich austauschen könne. Hans-Dieter Niepötter vertrat die SHG Schlaganfall. „Neben dem Austausch geht es uns aber auch um die Prävention. Schließlich sind hiervon sehr viele Menschen betroffen“, sagte Niepötter. Ähnlich sieht es auch Stefan Thomas aus Bürstadt. Er vertrat die Diabetiker-Selbsthilfe. „Die Zahlen in Sachen Diabetes erhöhen sich beinahe schon explosionsartig. Man spricht in Deutschland schon von fast zehn Millionen Betroffenen.“
Neben den genannten Selbsthilfegruppen werden unter anderem auch Adipositas, Defi/ICD (Menschen mit implantiertem Defibrilator), Leben mit Lipödem, Fibromyalgie, Rheuma-Liga sowie die „Stimmungsvögel (alkoholkranke Frauen) vertreten sein.
