Von der Zaubernummer bis zum Akrobatikkunststück zeigten die Schülerinnen und Schüler alles, was zu einem typischen Zirkusbesuch dazugehört. Fotos (2): Burmeister

Manege frei für alles, was dazugehört

Projektzirkus gastierte in Groß-Rohrheimer Lindenhofschule

Groß-Rohrheim (mic). Alle Jahre wieder – oder genauer gesagt alle zwei Jahre – kommt der Projektzirkus Hein nach Groß-Rohrheim. Drei Tage lang wechseln die Schülerinnen und Schüler der Lindenhofschule von der Schulbank in die Manege. Und auch diesmal gab es kürzlich wieder mehrere Vorstellungen und reichlich Applaus für die Jungakrobatinnen und Akrobaten.

Es ist schon erstaunlich, was die Grundschüler an drei Tagen alles lernen beziehungsweise einstudieren. Dabei standen allen wegen eines Feiertags diesmal sogar nur zwei Tage zur Verfügung. Dennoch waren die Kids mit viel Eifer dabei. Das Zirkusprojekt findet immer im Wechsel mit dem Schulfest statt, das dementsprechend erst wieder im kommenden Jahr geplant ist. Dennoch wurde die letzte Vorstellung genutzt, um die Schulabgänger, also alle Viertklässlerinnen und –klässler würdig und gebührend zu verabschieden. Das geschah dann an einem Mittwochabend gegen 19 Uhr. So fiel denn der sprichwörtlich letzte Vorhang für alle aus der Jahrgangsstufe Vier, die nach den großen Ferien in die weiterführenden Schulen wechseln werden.

Akrobatik, Jonglage und Clownerien – alles wurde den zahlreich gekommenen Zuschauerinnen und Zuschauern an zwei Tagen geboten. Und so stand denn auf dem Platz gegenüber dem Bürgerhallenanbau auch ein großes, buntes Zelt, so wie man es von jedem Zirkus kennt. Drinnen war es gemütlich, die bunten Scheinwerfer erhellten die Szenerie, aus den Lautsprechern ertönte die typische Zirkusmusik und rund um die Manege saßen die Zuschauerinnen und Zuschauer und konnten alles genau verfolgen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich im Vorfeld aussuchen, was sie gerne machen möchten. Und so befanden sich selbst unter den jungen Elevinnen, die im weißen Tutu über ein dünnes Drahtseil liefen, zwei Jungen (allerdings in Hemd und Hose). Zu sehen gab es neben den Clowns („Otto finde ich cool“!) unter anderem eine Zaubershow, bei der am Ende aus einem weißen Tuch ein Kaninchen wurde. Oder man sah spanische Flamenco-Tänzerinnen, die nach dem Tanz das Trapez bestiegen.

Alle Aktionen wurden unterstützt vom Team des Zirkus Hein, das auch mal Hilfestellung gab. Ebenso bat das Schul-Moderatorenteam um Nachsicht, wenn das eine oder andere Kunststück mal nicht sofort gelingen wollte. Der tosende Applaus vom Publikum war den Schülerinnen und Schülern jeweils dennoch gewiss. Dabei gab es übrigens für alle Akteurinnen und Akteure auch die jeweils passenden Kostüme, in die sie dann hineinschlüpfen konnten. So durften die Kinder zwei Tage lang Zirkusluft schnuppern und mussten wohl auch erkennen, dass das Zirkusleben harte Arbeit und ganz viel Übung erfordert.

Ob diese Nachwuchsmagier jemals mit ihrer Zauberkunst ganze Arenen füllen ist zwar noch unbekannt, ein Grundstein jedoch mindestens gelegt.
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