Kreis Bergstraße (red). Denselben Beruf von der Ausbildung bis zur Rente – das haben heutzutage kaum noch Menschen. Um die Bergsträßerinnen und Bergsträßer bei diesen Umbrüchen und Richtungswechseln bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten, gründete der Kreis Bergstraße das neue Netzwerk „Bildungspunkt Bergstraße“, gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Darmstadt, der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, der Kreishandwerkerschaft Bergstraße, dem Kommunalen Jobcenter Neue Wege und der Kreisvolkshochschule Bergstraße (KVHS Bergstraße) .
„Gut ausgebildete Menschen sind das Wertvollste, was wir als Gesellschaft haben“, hob Landrat Christian Engelhardt jüngst bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zum Bildungspunkt Bergstraße hervor, die den offiziellen Start des Angebots und der dazugehörigen Homepage darstellte. Der Bildungspunkt gebe Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden einen Überblick darüber, welche kostenlosen, vertraulichen, neutralen und individuellen Fort-, Weiterbildungs- und Beratungsangebote es im Kreis Bergstraße für Erwerbstätige gebe. In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den anderen Partnern erarbeitete das Team Bildungskoordination des Kreises Bergstraße ein neues Konzept: den ersten digitalen Bildungspunkt. Dies sei notwendig gewesen, da ein einzelner stationärer Bildungspunkt für den gesamten Landkreis keine zufriedenstellende Lösung gewesen wäre.
„Wir stehen vor der Herausforderung einerseits die Arbeitnehmenden mit Informationen zu versorgen, die ihnen weiterhelfen, und andererseits die Arbeitgebenden zu motivieren, in Bildung zu investieren“, so der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße, Matthias Zürker. Es müsse nicht immer eine neue Fachkraft von extern angeworben werden. „Viele Stellen können Unternehmen auch durch Qualifizierungsmaßnahmen mit bereits vorhandenem Personal nachbesetzen.“
Viele junge Menschen empfänden die Vielzahl an Berufsmöglichkeiten als herausfordernd und hätten Sorge, die „falsche Wahl“ zu treffen, berichtete Torsten Heinzmann von der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar. „Das Wichtigste ist der erste Schritt: Eine solide Grundlage zu schaffen – egal ob mit einer Ausbildung oder einem Studium“, betonte Heinzmann.
Eine weitere Zielgruppe, die angesprochen werden soll, ist die Kundschaft des Jobcenters. „Wir versuchen unsere Kundinnen und Kunden zu motivieren und fit für digitale Medien zu machen“, so Melanie Marysko, Leiterin der Kommunalen Jobcenters Neue Wege.
Weitere Infos: kreis-bergstrasse.de
